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Lufthansa-Flugzeuge als fliegende Botschafter: Mehr als 300 Patenschaften in Deutschland

35 Jahre Flugzeug-Patenschaft Landshut

Lufthansa vergibt seit 1960 Flugzeugnamen deutscher Städte und Bundesländer – aktuell umfasst das Programm über 300 Patenschaften. Den Anfang machte eine Boeing 707 (Kennzeichen D‑ABOC), die am 16. September 1960 auf den Namen Berlin getauft wurde (erste stadtbezogene Taufe überhaupt).

Regionale Verbundenheit durch fliegende Botschafter
Mit den Taufnamen möchte Lufthansa ihre Verwurzelung in ganz Deutschland ausdrücken – abseits der großen Drehkreuze. Städte, die als Taufpaten fungieren, sehen ihre Region in der ganzen Welt vertreten: Die getauften Flugzeuge fungieren als emotionale Markenbotschafter.

A320‑Series besonders häufig vergeben
Dabei orientiert sich Lufthansa bei den Patenschaften auch an technischen Kriterien: Größere Städte erhalten Flugzeuge wie Airbus A380, moderne Großstädte oder Bundesländer oft Namensträger der A320‑Familie. Ein Beispiel: Seit dem 29. April 2023 trägt ein Airbus A320‑200 mit dem Kennzeichen D‑AIZT den Namen „Landshut“ (nach mehreren Vorgängern dieses Namens) :contentReference[oaicite:1]{index=1}.

Taufnamen bleiben Kontinuität in der Flotte
Wenn ein getauftes Flugzeug ausgemustert wird, übernimmt ein neuer Jet den Namen – so bleibt die Patenschaft dauerhaft sichtbar. Bisher wurden für Städte wie Landshut unterschiedliche Typen genutzt, darunter Boeing 737, Airbus A319 und A330 sowie aktuell A320 :contentReference[oaicite:2]{index=2}.

Technische Daten passen zur Namensstrategie
Die A320‑Familie gilt als einer der weltweit meistgeflogenen Jets – ein effizienter Kurz- und Mittelstreckenflieger mit Platz für rund 150 bis 180 Passagiere, einer Reichweite von bis zu 3.200 km und einer Reisegeschwindigkeit von etwa 840 km/h :contentReference[oaicite:3]{index=3}.

Namensvergabe erfolgt nach Bedeutung
Lufthansa orientiert sich bei der Zuweisung an der historischen, wirtschaftlichen oder luftfahrtrelevanten Bedeutung einer Stadt oder Region. Auch Einwohnerzahlen und Passagierpotenzial fließen in die Entscheidung ein – je größer das Flugzeug, desto mehr Gewicht hat die Stadt in Auswahl und Aufmerksamkeit.

Städte können sich bewerben
Städte und Kommunen haben die Möglichkeit, aktiv eine Patenschaft zu beantragen und werden auf eine Warteliste gesetzt. Wenn der Name einer Stadt doppelt vergeben ist, berücksichtigt Lufthansa Größe und Bedeutung sowie die Größe des Flugzeugtyps.

Name sichtbar außen angebracht
Der jeweilige Taufname ist deutlich sichtbar rechts neben der vorderen Eingangstür des Flugzeugs angebracht und bleibt bei stets sichtbarer Positionierung erhalten – als dauerhaftes Symbol der Partnerschaft.

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