Finanztip warnt: Zahnzusatz-Sofortschutz oft teure Mogelpackung
🦷💸 Juli 2025 – Immer mehr Zahnzusatzversicherungen werben mit Soforthilfe, auch wenn die Behandlung bereits begonnen hat. Doch der aktuelle Werbecheck von Finanztip zeigt: Für Verbraucher kann sich der vermeintliche Schutz im Ernstfall als teure Kostenfalle entpuppen.
⚠️ Hohe Beiträge, geringe Leistungen
Besonders zwei Tarife stehen in der Kritik:
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DA Direkt „Akut-Soforthilfe“
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Ergo „Zahnersatz Sofort ZEK“
Zwar übernehmen diese auch Behandlungen, die vor Vertragsbeginn angeraten oder begonnen wurden, doch laut Finanztip-Versicherungsexpertin Barbara Weber seien die Leistungen stark gedeckelt. So zahlt DA Direkt maximal 750 Euro im ersten Jahr und 1.500 Euro in zwei Jahren – unabhängig von der Höhe der Zahnarztrechnung. „Eine einzige Krone kann den Höchstbetrag bereits ausschöpfen“, warnt Weber. Gleichzeitig koste der Kombitarif schnell 1.000 Euro oder mehr in zwei Jahren.
💬 Versprechen vs. Realität
Auch der Ergo-Tarif wirbt mit „bis zu 100 Prozent Kostenerstattung“, verdoppelt aber lediglich den Festzuschuss der gesetzlichen Kasse. Im Beispiel von zwei Vollkeramikkronen bleiben Versicherte trotz Versicherung auf über 1.000 Euro Eigenanteil sitzen, während in zwei Jahren Beiträge von rund 900 Euro anfallen.
✅ Finanztip rät: frühzeitig absichern
Statt auf teure Tarife mit fragwĂĽrdigem Sofortschutz zu setzen, sollten sich Verbraucher rechtzeitig absichern. Gute Zahnzusatzversicherungen kosten laut Finanztip zwischen 20 und 40 Euro im Monat und ĂĽbernehmen auch professionelle Zahnreinigung oder KunststofffĂĽllungen. Viele Tarife verzichten inzwischen auf Wartezeiten und leisten fĂĽr neu beginnende Behandlungen sofort.
ℹ️ Hintergrund:
Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt nur einen Teil der Zahnarztkosten – selbst bei Standard-Zahnersatz müssen Patienten Eigenanteile tragen. Eine Übersicht empfohlener Zahnzusatzversicherungen gibt es direkt bei Finanztip.
Quelle: VERBRAUCHER INITIATIVE e.V.

