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Die fantastischen Kernkraft-Pirouetten der FDP

Die Pirouetten-Posse der FDP um die Laufzeiten der letzten Kernkraftwerke geht in eine weitere Runde.

Im September stimmte die FDP-Fraktion im Bundestag geschlossen gegen einen Antrag der AfD zur Laufzeitverlängerung der KKW. Eine Woche später forderte Lindner lautstark den Weiterbetrieb der Kernkraftwerke bis 2024. Dann veräppelte der Kanzlernde in Absprache mit Lindner und Habeck die Deutschen mit einem abgekarteten Machtwörtchen: „Ab 15.04.2023 ist in Deutschland endgültig Schluss mit der Kernkraft“. Die FDP gab vor, dagegen zu sein. Maßgebliche Leute in der FDP tuschelten: „Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“. Von der Notwendigkeit, Brennstäbe zu bestellen, war die Rede.

Jetzt, ein paar Wochen später, will Lindner lieber nicht noch einmal über die AKW-Laufzeiten in der Koalition diskutieren. „Weil, das ist jetzt einfach mal entschieden. Da muss man auch sagen, jetzt ist Ende“. Ein typisches Lindner-Basta, frech unter dem Tisch vorgebracht. Ob Deutschland nach der Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke im April ohne Atomkraft auskommen wird?

Herr Lindner sagt: „Ich gehe davon aus und wir tun auch alles, dass es dazu kommt.“ Die bange Frage ist: „Was tut er denn alles bis April außer Basta raunen und Doppelwummsen, damit er wirklich davon ausgehen kann?“ Statt einer Aussage dazu lobte er sich für das beschlossene 49-Euro-Ticket. „Das ist fantastisch“. Ein Hinweis, Herr Lindner: Züge fahren auch nach dem 15. April 2023 noch mit Strom. Ohne Strom ist das fantastische 49-Euro-Ticket nicht ganz so fantastisch wie gedacht.
4.11.2022
Dipl. Ing. Manfred Haferburg wurde 1948 im ostdeutschen Querfurt geboren. Er studierte an der TU Dresden Kernenergetik und machte eine Blitzkarriere im damalig größten AKW in Greifswald. Wegen des frechen Absingens von Biermannliedern sowie einiger unbedachter Äußerungen beim Karneval wurde er zum feindlich-negativen Element der DDR ernannt und verbrachte folgerichtig einige Zeit unter der Obhut der Stasi in Hohenschönhausen. Nach der Wende kümmerte er sich für eine internationale Organisation um die Sicherheitskultur von Atomkraftwerken weltweit und hat so viele AKWs von innen gesehen wie kaum ein anderer. Aber im Dunkeln leuchten kann er immer noch nicht. Als die ehemalige SED als Die Linke in den Bundestag einzog, beging er Bundesrepublikflucht und leckt sich seither im Pariser Exil die Wunden. In seiner Freizeit arbeitet er sich an einer hundertjährigen holländischen Tjalk ab, mit der er auch manchmal segelt. Im KUUUK-Verlag veröffentlichte er seinen auf Tatsachen beruhenden Roman „Wohn-Haft“ mir einem Vorwort von Wolf Biermann.

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