Bayern setzt Zeichen für Veteranen und weniger Bürokratie
Veteranen erhalten am Nationalen Veteranentag freien Eintritt in staatliche Schlösser, zugleich startet das Fünfte Modernisierungsgesetz in die Verbandsanhörung
Die Bayerische Staatsregierung hat weitere Maßnahmen zur Anerkennung von Bundeswehr-Veteranen sowie zum Bürokratieabbau beschlossen. Im Mittelpunkt stehen der Nationale Veteranentag am 15. Juni 2026 sowie das geplante Fünfte Modernisierungsgesetz Bayern.
Veteraninnen und Veteranen der Bundeswehr erhalten am Nationalen Veteranentag erneut freien Eintritt in die staatlichen Besichtigungsobjekte der Schlösser-, Gärten- und Seenverwaltung. Damit will Bayern Anerkennung, Respekt und Sichtbarkeit für den Dienst in der Bundeswehr ausdrücken. Bundesweit sind zudem zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen rund um den Veteranentag geplant.
Der Veteranentag wurde 2024 durch den Deutschen Bundestag eingeführt. Anspruch auf freien Eintritt haben Veteraninnen und Veteranen gegen Vorlage entsprechender Nachweise wie Veteranenabzeichen, Truppenausweis oder Wehrdienstzeitbescheinigung.
Zudem brachte die Staatsregierung das Fünfte Modernisierungsgesetz auf den Weg, das nun in die Verbandsanhörung geht. Ziel ist eine schnellere, effizientere und bürgerfreundlichere Verwaltung.
Geplant sind unter anderem erweiterte Möglichkeiten für automatisierte Verwaltungsverfahren mit Unterstützung Künstlicher Intelligenz. Auch Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen beschleunigt werden, etwa durch flexiblere Regelungen bei Erörterungsterminen und eine stärkere Fokussierung auf konkret vorgetragene Einwendungen.
Darüber hinaus sollen Beglaubigungspflichten reduziert, Identitätsnachweise vereinfacht und verschiedene Vorgaben im Verwaltungsalltag entschlackt werden. Auch Betreiber von Kleinkläranlagen sollen durch längere Prüffristen entlastet werden. Zusätzlich soll ein neuer Sicherungsbescheid für mehr Planungssicherheit bei Investitionen sorgen.
Die Staatsregierung sieht darin einen weiteren Schritt, um Verwaltungsvorgänge schneller, einfacher und praxisnäher zu gestalten.
Quelle: Bericht aus der Kabinettssitzung der Bayerischen Staatsregierung vom 19. Mai 2026 (Bayerische Staatskanzlei). Eigene redaktionelle Zusammenfassung.

