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Bayerische Staatsregierung beschließt Eckpunkte für Doppelhaushalt 2026/2027

168 Milliarden Euro Gesamtvolumen – kein neues Defizit – klare Prioritäten für Bildung, Forschung und Investitionen

Bericht aus der Kabinettssitzung vom 7. Oktober 2025
München, 11. November 2025

Bericht aus der Kabinettssitzung:

Staatsregierung beschließt Eckpunkte für Doppelhaushalt 2026/2027
Gesamtvolumen steigt auf rund 168 Mrd. Euro / Solider Haushalt ohne neue Schulden / Bayern setzt auf Dreiklang: Investieren, konsolidieren, reformieren / Kraftvolle Investitionsquote von fast 17 Prozent / Bildung und Forschung mit fast 60 Mrd. Euro größter Ausgabenblock

Die Bayerische Staatsregierung hat die Eckpunkte für den Doppelhaushalt 2026/2027 beschlossen. Mit dem Doppelhaushalt 2026/2027 setzt der Freistaat in äußerst herausfordernden Zeiten ein Signal der Stärke und des Vertrauens: Der Entwurf des Doppelhaushalts 2026/2027 kommt ohne neue Schulden aus. Der erneut ausgeglichene Haushalt bestätigt eindrucksvoll die jahrelange solide, nachhaltige und generationengerechte Finanz- und Haushaltspolitik in Bayern. Der Ministerrat bekräftigt den Dreiklang des Haushaltentwurfes: Investieren, konsolidieren, reformieren.

Der Ministerrat hebt folgende Eckpunkte des Haushalts 2026/2027 hervor:

  • Gesamtausgaben 2026/2027 betragen rund 168 Mrd. €
  • Investitionsausgaben: rund 28,6 Mrd. € (Quote: 17 %)
  • 59,5 Mrd. € für Bildung und Forschung (35,4 % des Haushalts)
  • 1 Mrd. € für Hightech Agenda Bayern
  • 17,9 Mrd. € für Innere Sicherheit und Rechtsschutz
  • 1 Mrd. € zusätzlich für kommunalen Wohnungsbau (4.000 Wohnungen)
  • Kommunaler Finanzausgleich steigt auf 12,83 Mrd. €
  • Tilgung von 100 Mio. € für Corona-Sonderfonds
  • Stellenzuwachs ab 2027:
    • 1.500 Lehrkräfte
    • 400 multiprofessionelle Kräfte
    • 248,5 für Landratsämter
    • 200 Polizei
    • 200 Wissenschaft
    • 150 Justiz
    • 20 LSI (IT-Sicherheit)

Weitere Konsolidierungsmaßnahmen:

  • Rückgang Ausgaben Asylunterbringung um 281 Mio. € (2026) und 145 Mio. € (2027)
  • Zuwanderungs- und Integrationsfonds auf 5,3 Mrd. € reduziert
  • Stellenmoratorium in Ministerien 2026 und 2027
  • Abbau von 1.000 Stellen bis 2028, Ziel: 10.000 bis 2040
  • Teilzeitregelung neu:
    • Familienteilzeit: ab 1.9.2027 bis 14. Lebensjahr, Mindestquote 30 %
    • Antragsteilzeit: Mindestquote 50 %, Entscheidung im Ermessen der Behörde
  • Verschiebung der Beamtenübertragung von Tarifergebnissen um 6 Monate

Neuausrichtung in der Familienpolitik:

  • Kinderstartgeld entfällt
  • Krippengeld abgeschafft
  • Familiengeld für ab 01.01.2025 geborene Kinder eingestellt
  • Mittel fließen vollständig in Betriebskostenförderung von Kitas

Weitere Reformen:

  • Expertenkommission zur Verwaltungsstruktur-Reform (bis H2/2026)
  • Umsetzungskonzept „Mieten statt Bauen“ geplant
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