„…Artenschutz nie mehr mit Füßen treten…“

So Stadträtin und Antragstellerin Sigrid Hagl zum Tagesordnungspunkt 2 „Berichtsantrag: Rauchschwalben im Rathausfoyer“. Frau Hagl kündigte gleich anfangs an, gegen die Verwaltungsvorlage zu stimmen.
Die Ausführungen von Rechtsdirektorin Dr. Kristina Neumaier, wonach sich „eine Entnahme aus der Natur“ nicht auf Räume bezieht, die von Menschen genutzt werden wurde ebenso schroff zurückgewiesen, wie die der Hinweis auf die Errichtung von Ersatznestern im Bereich des Rathauses in der Altstadt.
Stadträtin Hagl konterte den Verweis auf die Ersatznester mit der Bemerkung „Wo haben Sie denn die Wegweiser für die Schwalben hingetan?“.
Stadtrat Rudolf Schnur hinterfragte den Dissens zwischen der Verwaltungsvorlage hinter der Frau Dr. Neumaier steht und in dem eine rechtlich einwandfreie Vorgehensweise dargestellt wird und dem Vorwurf von Stadträtin Hagl, dass in Landshut der Artenschutz mit Füßen getreten wird. Er stellte in den Raum, dass eine der beiden Aussagen eine unwahre Tatsachenbehauptung sein müsse.
2. Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger, der den Vorsitz im Umweltsenat der Stadt Landshut inne hat, stimmte Schnur zu und räumte aber ein, dass die Verwaltung hier künftig „mehr Acht geben“ soll.
Die Abstimmung über die Verwaltungsvorlage ergab drei Gegenstimmen: Frau Hagl, Herr Prof. Palme (beide Grüne) und Herr Bräcklein (SPD/Linke/mut).

