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Entwicklung und Bildung im Himalaja – Land Nepal

Foto: Nepalhilfe-Aham (Der erste Vorsitzende Wolfgang Penzkofer (2.v.l) und die zweite Vorsitzende Dagmar Hofbauer (3.v.l.) der Nepalhilfe-Aham mit den drei Besuchern, Schwester Vinita (1.v.l), Schwester Jessy, Provinzoberin (2.v.r) und Schwester Marilyn (1.v.r) aus Nepal).

Aham / Leberskirchen:

Mit einem herzlichen „Welcome“ begrüßte der erste Vorsitzende, Wolfgang Penzkofer, der Nepalhilfe-Aham die drei Ordensschwestern Jessy, Vinita und Marilyn aus Nepal. Interessierte Besucher freuten sich mit der Nepalhilfe-Aham über den abwechslungsreichen und informativen Vortrag von Schwester Jessy, Provinzoberin des Ordens Congregatio Jesu. Die Congregatio Jesu (CJ) ist ein Frauenorden mit dem ursprünglichen Zweck der Mädchenbildung, 1609 gegründet von Mary Ward. Dem großen Anliegen Mary Wards entsprechend führte der Orden durch die Jahrhunderte hindurch zahlreiche Schulen, später auch Colleges und Universitäten. Im Bereich der Bildung spielte die Congregatio Jesu in Nepal eine pionierhafte Rolle, was die Ausbildung von Mädchen und Frauen betrifft. Schwester Jessy informierte ausführlich von der ursprünglichen Entstehung der Schulen im Jahre 1955, der sehr schwierigen Aufbauarbeit in politisch unsicheren Zeiten bis hin zur aktuellen gegenwärtigen Situation in den Armenschulen. Dabei berichtete Sie auch umfassend über die gegenwärtige Kultur, die Lebensweise, die vorhandenen Religionen, die derzeitige politische Lage, die sozialen Schichten der Bevölkerung sowie die unterschiedlichen Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten im Land. Ein besonderer Dank galt der im Jahre 2006 verstorbenen Schwester Franziska Parstorfer aus Aham, die durch Ihre mutige und entschlossene Pionierarbeit, eigentlich aus dem Nichts heraus diese ersten Schulen in Nepal ermöglichte. Ihre unermüdliche Begeisterung, soviel Gutes zu tun und ihr missionarischer Eifer war für viele ein Vorbild. Als treibende Kraft setzte sie sich auch dafür ein, dass weitere Schulen in Gorkha, Lubhu und Biratnagar gegründet wurden und dort auch die notwendigen Entwicklungs- und Bildungschancen für viele Kinder entstanden sind. So waren es zum Zeitpunkt der Schulgründung im Jahre 1955 in Kathmandu nur insgesamt 16 Schüler. Heute hat diese Schule bereits über 2.500 Schüler. In der St. Mary Schule in Pokhara startete man im Jahr 1987 mit 30 Schülern. Jetzt sind 1.800 Schüler in dieser Schule. In Sircia, im Osten Nepals, entstand im Jahr 2005 eine neue Kranken- und Sozialstation. Heute gibt es dort regelmäßigen Schulunterricht für die armen Kinder, ein Wohnheim, aktive Jugendarbeit, Abendkurse für Erwachsene, gesundheitliche Ersthilfe für die Bevölkerung und regelmäßige Besuche und Kontakte bei den, in sehr ärmlichen Verhältnissen lebenden Familien. In den St. Mary’s -Schulen Kathmandu, Pokhara, Gorkha, Biratnagar und Mary-Ward Armenschulen Jhamsikhel und Lubhu haben nun über 4500 Kinder die Möglichkeit einer ausgezeichneten, sehr guten Schulbildung. Dadurch erhalten Mädchen und junge Frauen eine große Chance auf ein besseres und sicheres Leben in Nepal. Die Mary-Ward-Schwestern in Nepal sind hierbei in unzähligen Bereichen, Projekten und Aufgabengebieten tätig. Hier berichtete Schwester Jessy umfangreich aus den Bereichen der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften, der Rekrutierung von Lehrerinnen und Lehrern, dem besonderen seelsorgerischen Dienst für die Bevölkerung, dem Umwelt- und Klimaschutz, Planung und Durchführung sozialer Projekte, der regelmäßigen Zusammenarbeit mit den unterstützenden Organisationen, Vereinen, Gruppen und freiwilligen Helfern, Verteilung von Nahrungsmittel für die Bedürftigen, Jugendarbeit, Gründung der Pfadfinderbewegung und den vielfältigsten Aktivitäten im schulischen Bereich.Angeboten werden Abend- und Nachhilfekurse, regelmäßige Hausaufgabenhilfe, Durchführung von Hausbesuchen in den ärmsten Gebieten, Schule für Erwachsene, ein mobiler Altenbetreuungsdienst, Betrieb und Unterhalt von Wohnheimen für Schüler, Betrieb und Unterhalt einer Gesundheits- und Sozialstation im abgelegenen Sirsia, bis hin zum besonderen Schulunterricht in Gefängnissen. Schwester Jessy berichtete über die nicht vorhandene, wirtschaftliche Unterstützung der Schulen durch die Regierung Nepals. Hier sind die Schulen, Projekte weiterhin auf die große finanzielle Unterstützung durch den Orden und der Hilfsorganisationen, wie die Nepalhilfe-Aham angewiesen. Ohne diese regelmäßige Unterstützung wären der ordnungsgemäße Schulbetrieb, der Einsatz externer Lehrkräfte und erforderlichem Personal, Wohnmöglichkeiten mit Essen und Kleidung für die Mädchen aus entfernten Orten, kostenloser Unterricht für die Armen, Hilfe für die Armen und ein regelmäßiges, warmes, tägliches Mittagessen für die Kinder nicht möglich. Die Schwestern bedankten sich im Namen aller Ordensschwestern in Nepal für die liebevolle,großzügige enge Zusammenarbeit mit der Nepalhilfe-Aham. Nepal zählt immer noch zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Nepalhilfe-Aham setzt sich seit über 30 Jahren für den Aufbau und Unterhalt von Schulen in Nepal ein. Hauptziel des Vereins ist es, den Kindern Nepals eine solide Ausbildung zu ermöglichen, das Analphabetentum zu bekämpfen und so die Aussichten auf eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Alle Mitglieder und Förderer der Nepalhilfe-Aham engagieren sich ehrenamtlich ohne jegliche Verwaltungskosten. Durch diese Unterstützung gelingt die Hilfe zur Selbsthilfe für eines der ärmsten Länder der Welt. Weitere Information unter: www.nepalhilfe-aham.de.

Foto: Nepalhilfe-Aham (Schulkinder aus der Armenschule in Lubhu, in der Region südlich von Kathmandu).

E-Mail:             info@nepalhilfe-aham.de

Web:                www.nepalhilfe-aham.de

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