Theresia Hefele und Anna Kiiskinen
Galerie des Kunstvereins Landshut, Herrngasse 375, 84028 Landshut
9. bis 31. Oktober, donnerstags bis sonntags 14 bis 17 Uhr
Eröffnung am 8. Oktober 2021, 16 bis 19 Uhr
Theresia Hefele und Anna Kiiskinen haben im letzten Jahrzehnt schon mehrere Ausstellungen miteinander bestritten, immer im Grenzbereich zwischen Malerei und Fotografie. Die Themen der beiden Künstlerinnen bewegen sich kontinuierlich in den Bereichen Landschaft und Natur – gemeinsam mit anderen KünstlerInnen haben sie auch schon mehrmals unter dem Titel Planet Solitude Gruppenausstellungen zum Thema Landschaft realisiert (in Pori / Finnland, München und Ulm). Nun, nach fast genau 10 Jahren, werden ihre Arbeiten wieder in der Galerie vom Kunstverein Landshut Seite an Seite zu sehen sein. Die letzte gemeinsame Ausstellung in den Räumen vom Kunstverein Landshut fand im Frühjahr 2001 unter dem Titel Zu Wasser und zu Lande statt.
Theresia Hefele charakterisiert ihre Arbeit im Gespräch: „Hintergrund meiner Arbeit ist die langjährige Beschäftigung mit dem Thema Landschaft, dargestellt mit den Mitteln der künstlerischen Fotografie. Im selben Zeitraum hat sich auch das Interesse für die Pflanzenwelt entwickelt. Gewissermaßen als Nahsicht der Fernsicht.
Ein Herbarium, zunächst absichtslos angelegt, wurde zum Ausgangspunkt meiner Bildtafeln auf Pappkarton.
Der Transfer mittels Kopiertechnik erfolgt auf den speziell für das jeweilige Bild präparierten und bemalten Untergrund. Die Abbildung der gepressten Pflanze verläuft wie in der Natur in verschiedenen Stadien bis sie in verwandelter Form ins Bild gesetzt ist.
Eine weitere Serie nimmt abstrakter anmutende Monotypien zum Ausgangspunkt. Diese behandelt nicht nur Pflanzen sondern auch Fragmente von Tieren, Muscheln, Kristallen, aber auch diese verweisen auf die Verwandlungsprozesse in der Natur.“
„Die naturnahen Themen und Motive für meine Gemälde finde ich in der Regel rein zufällig in meiner nächsten Umgebung.“ erzählt Anna Kiiskinen. „Meistens sind es Bäume, Sträucher, etwas Organisches, Pflanzliches, was ich als Motiv aussuche – gerade in der Stadt bringen die Pflanzen einen willkommenen Kontrast zu den starren Häusern und Straßen aus Beton und Stein. Bei meinen Spaziergängen, ob tagsüber, am Abend oder in der Nacht, kann mich eine dunkle, ornamentale Silhouette eines Baumes faszinieren – oder ich erblicke schöne Baumspiegelungen an Fenstern oder nach dem Regen an Pfützen, sowie wunderbar anmutende Schatten von Bäumen auf den Häuserwänden und Gehsteigen. Manchmal entdecke ich ähnliche Situationen auch bei der Betrachtung von Innen nach Aussen, wenn ich zum Beispiel abends an einem Fenster die doppelte Reflexion einer Lampe und daneben eine dunkle Baumsilhouette beobachte.“
Blatt, Spross und Krone







