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Netzwerk Inklusion wächst stetig weiter

Das Netzwerk Inklusion wächst und wächst – die Teilnehmer des letzten Treffens freuen sich weiter über neue Gesichter in ihren Reihen.

Wie ein Spinnennetz wächst das Netzwerk Inklusion für die Region Landshut stetig weiter, wird dichter und stabiler. Denn immer mehr Menschen mit Behinderungen aus Stadt und Landkreis Landshut, Fachkräfte aus Beratungsstellen und Organisationen der Behindertenarbeit, Vereine und Selbsthilfegruppen schließen sich dem Netzwerk an. Sie alle haben zum Ziel, sich gemeinsam für Inklusion in der Region stark zu machen und die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft zu verbessern.

Informations- und Erfahrungsaustausch

Beim letzten Treffen des Netzwerks stellte die Schulamtsdirektorin Syvia Blank von den Staatlichen Schulämtern die „Inklusive Region Landshut“ vor, in der sich verschiedene Kooperationspartner aus dem schulischen Bereich für die (Weiter-) Entwicklung inklusiver Bildungsangebote vor Ort – von der Kita über die Schule bis hin zum Einstieg in Beruf oder Studium – einsetzen. Der Ursprung der „Inklusiven Region Landshut“ geht auf eine gemeinsame Initiative des Kultusministeriums und des Sozialministeriums in Bayern zurück. Insgesamt wurden im Jahr 2019 sieben Modellregionen in Bayern zur Inklusiven Region ernannt mit dem Ziel, sich für mehr Inklusion an Schulen einzusetzen. Dazu gehören auch die Stadt und der Landkreis Landshut. Diese Bestrebungen im Bildungsbereich wurden von allen Netzwerkpartnern begrüßt.

Wegweiser für Menschen mit Behinderungen

Anschließend informierte Monika Radwan, Vertreterin der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Landshut e.V., die Netzwerkpartner über den aktuellen Stand des geplanten Wegweisers für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen, der derzeit von einigen Teilnehmern des Netzwerks Inklusion in Kooperation mit dem Behindertenbeirat der Stadt Landshut erstellt wird. Der Wegweiser soll Menschen mit Behinderung, von Behinderung bedrohte Menschen sowie deren Angehörige und Freunde unter anderem über Rechte und Nachteilsausgleiche, Beratungsstellen und Interessenvertretungen, sowie verschiedene Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten informieren sowie einen Überblick über barrierefreie Ausflugsziele und Freizeitmöglichkeiten geben. Neben einer gedruckten Version soll der Wegweiser auch in digitaler Form zur Verfügung stehen, um die darin enthaltenen Informationen möglichst aktuell halten zu können, erläutert Radwan die Ideen der Arbeitsgruppe.

Netzwerk offen für alle

Da das Netzwerk stetig wächst und bewusst offen für alle Interessierten ist, stand neben dem Informationsaustausch und der Vorstellung der Inklusiven Region Landshut, auch die zukünftige Organisation der Netzwerktreffen auf der Agenda. Besonders Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Menschen, Freunde
oder Angehörige sollen die Möglichkeit haben, sich als Experten in eigener Sache im Netzwerk zu engagieren. „Alle Menschen, die sich für Inklusion in der Region einsetzen möchten, sind herzlich willkommen. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder anderen körperlichen Beeinträchtigungen, Menschen mit psychischen Erkrankungen genauso, wie Hör- oder Sehbeeinträchtigte oder Menschen mit Lernschwierigkeiten“ betont Linda Pilz, Behindertenbeauftragte des Landkreises Landshut. „Die Informationen über das Netzwerk, der Zugang und die Räume, in denen die Treffen stattfinden, müssen deshalb so barrierearm wie möglich sein.“

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, werden die Termine der Treffen und Veranstaltungen zukünftig in der örtlichen Presse und auf einer Homepage bekannt gegeben sowie Informationen zum Netzwerk in Leichter Sprache zur Verfügung gestellt.

Die Netzwerkpartner einigten sich außerdem auf einen Wechsel zwischen Online- und Präsenzveranstaltungen, damit Menschen mit Mobilitätseinschränkungen auch die Gelegenheit haben, sich einzubringen. Zudem können Gebärdensprachdolmetscher für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen organisiert werden.

Ein Termin für das nächste Netzwerktreffen steht bereits fest. Am 16. November 2021 von 16.00 bis 18.00 Uhr findet ein virtuelles Netzwerktreffen statt. Interessierte können sich unter 0871 408-2118 oder linda.pilz@landkreis-landshut.de sich weiter informieren oder für die Veranstaltung anmelden.

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