Umwelt & EnergieWirtschaft und Unternehmen

Aiwanger fordert sichere Energieversorgung und besseren Schutz kritischer Infrastruktur

Bayern setzt auf Erneuerbare, Speicher, Wasserstoff und eine Bundesratsinitiative

Beim Kongress zur Versorgungssicherheit von TenneT und der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft betonte Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger die Bedeutung einer sicheren Energieversorgung für den Wirtschaftsstandort Bayern.

MÜNCHEN Eine zuverlässige Energieversorgung ist für Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger eine entscheidende Standortfrage. Beim Kongress zur Versorgungssicherheit von TenneT und der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft in München erklärte er: „Eine sichere Energieversorgung ist die Lebensversicherung unseres Wirtschaftsstandorts. Sie entscheidet darüber, ob bei uns investiert wird. Vom Bäcker bis zum Chemiewerk müssen sich die Betriebe auf ihre Versorgung verlassen können.“

Bayern baut konsequent aus: 2024 stammten bereits rund 75 Prozent der bayerischen Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. „Mit Sonne, Wind, Wasser und Biomasse erzeugen wir Energie vor der eigenen Haustür und halten Wertschöpfung im Land. Dazu gehören leistungsfähige Netze, Speicher und steuerbare Kraftwerke. Auch bei Dunkelflaute müssen die Maschinen laufen. Deshalb brauchen wir mehr Speicher und auf absehbare Zeit auch weiterhin fossile Energieträger, die wir aber durch die CO2-Bepreisung nicht zusätzlich verteuern dürfen. Die CO2-Steuer muss abgeschafft werden, um international wieder wettbewerbsfähiger zu werden“, so der Minister.

Für Gas und Wasserstoff brauche es ebenfalls eine verlässliche Infrastruktur. Aiwanger: „Gasspeicher, die wir für unsere Versorgung brauchen, dürfen nicht stillgelegt werden. Gleichzeitig treiben wir den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft weiter voran. Die Nachfrage größerer Industrieunternehmen wie BAYERNOIL im H2-Cluster Ingolstadt und WACKER im H2-Cluster Burghausen bestätigt unseren Weg beim Hochlauf der Wasserstoffinfrastruktur.“

Auch den Schutz der Energieinfrastruktur hob der Minister hervor: „Angriffe auf Stromleitungen und Umspannwerke treffen uns alle. Die Betreiber müssen Schwachstellen schließen. Die Politik muss dabei unterstützen, dass sie für den Schutz ihrer Infrastruktur die nötigen Möglichkeiten haben.“

Für einen besseren Schutz kritischer Infrastruktur bringt Bayern eine Bundesratsinitiative auf den Weg. Betreiber kritischer Infrastruktur, verteidigungsrelevante Unternehmen und sonstige sicherheitsrelevante Anlagen sollen rechtssichere und praxistaugliche Möglichkeiten zur Überwachung mit Hilfe von Kameras erhalten. Drohnen die illegal über kritischer Infrastruktur auftauchen, müssen nach Meinung Aiwangers künftig auch von Fachpersonal des Betreibers, nicht nur von der Polizei, abgewehrt werden können.

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