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Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten – aber mehr Gewalt mit Waffen

Rückgang insgesamt, Anstieg bei Schusswaffengebrauch und einzelnen Delikten

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) als Vorsitzender der Innenministerkonferenz sowie BKA-Präsident Holger Münch haben die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 vorgestellt.

Demnach registrierte die Polizei bundesweit 5.508.559 Straftaten. Das entspricht einem Rückgang von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2024: 5.837.445). Innenminister Dobrindt führte diesen Rückgang unter anderem auf die Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis zurück.

Gewaltkriminalität leicht rückläufig – Anstiege bei Sexualdelikten und Einbruch

Die Gewaltkriminalität sank um 2,3 Prozent, insbesondere bei Raubdelikten. Gleichzeitig wurden bei Sexualdelikten ein Anstieg um 2,8 Prozent sowie beim Wohnungseinbruchsdiebstahl ein Plus von 5,7 Prozent verzeichnet. Betrugsdelikte verlagern sich zunehmend in den digitalen Raum und ins Ausland.

Schusswaffengebrauch auf Höchststand seit Jahren

Im Bereich der Gewaltkriminalität mit Schusswaffengebrauch registrierte die PKS 3.166 Fälle – ein Anstieg von 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und zugleich der höchste Wert seit 2016. In 1.371 Fällen wurde tatsächlich geschossen; das ist der höchste Stand seit 2009.

Die PKS unterscheidet weiterhin nicht zwischen legalen und illegalen Schusswaffen. Kritiker bemängeln seit Jahren, dass dadurch nicht ausreichend sichtbar wird, dass in diesem Bereich überwiegend illegale Waffen eine Rolle spielen, und fordern eine entsprechende Differenzierung.

Messerangriffe: differenzierte Entwicklung

Bei Messerangriffen im Zusammenhang mit Gewaltkriminalität wurde ein Rückgang von 6,1 Prozent verzeichnet. Die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Messerangriffe stieg jedoch leicht um 0,8 Prozent auf 29.243 Fälle. Die Zahl der Bedrohungen mit einem Messer nahm sogar um 9,5 Prozent zu.

Vor diesem Hintergrund wird die Wirksamkeit bestehender Maßnahmen wie Messerverbotszonen kritisch diskutiert. Im Zuge der laufenden Evaluierung des Waffengesetzes wird zudem gefordert, stärker gegen illegalen Waffenbesitz vorzugehen und bei der Messerkriminalität die Täter stärker in den Fokus zu rücken.


Quelle: BZL – Beitrag zur PKS 2025, hier abrufbar – eigene redaktionelle Zusammenfassung.

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