Neue Vorstandschaft der IG Mitterwöhr gewählt
Richard Paulicks und Korbinian Sturm führen Einsatz für Hochwasserschutz, Verkehrssicherheit und Stadtteilentwicklung fort
Die neugewählte Vorstandschaft der IG Mitterwöhr zusammen mit der verabschiedeten Vorstandschaft und den Ehrengästen.
Weiterhin dicht an den Themen
Vorstandswechsel bei der Interessengemeinschaft Mitterwöhr
Die Interessengemeinschaft Mitterwöhr engagiert sich mit einer neu gewählten Vorstandschaft weiterhin für Mitterwöhrer Themen. Wie der neue Vorsitzende Richard Paulicks auf der Mitgliederversammlung am Samstag in der Turnhalle des TV 64 ankündigte, stehen über den Hochwasserschutz hinaus, die Verträglichkeit der von der Stadt vorgesehenen Nachverdichtung des Stadtteils sowie die Sicherheit für Fußgänger und Radler auf der neu zu errichtenden Konrad-Adenauer-Brücke im Vordergrund künftiger Gespräche. Zweiter Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger sagte einen baldigen Termin mit den Verantwortlichen zu. Als Ehrengäste waren außerdem anwesend die Stadträte Sonja Axthaler, Helmut Radlmeier, Rudolf Schnur.
Mit dem neuen Vorsitzenden Richard Paulicks und seinem neuen Stellvertreter Korbinian Sturm setzt sich die 212 Mitglieder zählende Interessengemeinschaft Mitterwöhr weiterhin für die Belange des Stadtteils ein. Einer der Schwerpunkte ist die von der Stadt vorgesehene Nachverdichtung. So sollen zwischen Podewils- und Konrad-Adenauer-Straße bis zu 440 neue Wohnungen entstehen, Bebauungen sind vorgesehen gegenüber dem Magdalenenheim, am Schott- und am Jugendwohnheimgelände sowie im Gebiet zwischen Breslauer- und Konrad-Adenauer-Straße sowie am Masurenweg. Richard Paulicks mahnte an, bei den Nachverdichtungen Verträglichkeit und Maß und Ziel nicht aus dem Auge zu verlieren. Er verwies auf entstehende Verkehrs- und Parkplatzprobleme, auf die Grundwasserproblematik und die Hochwassergefahren, auf die Notwendigkeit der Erhaltung von Grünflächen und Bäumen und der Schaffung von Versickerungsmöglichkeiten sowie auf die Notwendigkeit eines Bebauungsplans mit einer Grundflächenzahl von 0,6.
Korbinian Sturm unterstrich beim anstehenden Neubau der Konrad-Adenauer-Isarbrücke die Notwendigkeit eines ausreichenden Schutzes der Fußgänger und Radfahrer. Wie aktuell bei der Behelfsbrücke über die kleine Isar sollte für sie ein Sicherheitstrennstreifen mit Betonelementen realisiert werden, um Kollisionen mit Pkw und Lkw zu verhindern. Der bislang vorgesehene Bordstein mit einer Höhe von 15 Zentimetern sei, besonders für die großen Lkws, zu niedrig. Ein Gespräch mit dem staatlichen Bauamt habe bislang nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Die Brücke sei mit einer Nutzungszeit von 50 bis 70 Jahren zukunftsweisend und werde mehr Verkehr aufnehmen als bisher, besonders Radfahrer und Schulkinder.
Der Mitterwöhrer Mobilfunkmast bringt durch die Umstellung von 4G auf 5G eine höhere Strahlenbelastung mit sich. Ohnehin sei der Standort unglücklich. Er ist unter vier möglichen Standorten derjenige gewesen, der der Wohnbebauung am nächsten ist. Die versprochenen Feldstärkemessungen seien bislang nicht durchgeführt worden.
Noch immer ist auch der Zustand des Isarwegs unbefriedigend – bei Starkregen läuft bei einigen Anwohnern das Oberflächenwasser direkt in die Garagen. Eventuell könne eine Ausweisung als Fahrstraße mit Mineralbelag Abhilfe schaffen.
Hohe Ziele erreicht
Der bisherige Vorstand Hans Cikanek blickte auf die Erfolge der 2013 infolge des Hochwassers gegründeten Interessengemeinschaft zurück. Durch die aktuelle Verlängerung des Stauraumkanals und den Bau des Hochwasserpumpwerks sei ein wichtiges Ziel der IG im Hochwasserschutz realisiert. Erreicht werden konnten auch eine zweimalige Erhöhung des Weges durch den Spielplatz sowie eine Ausbaggerung der kleinen Isar bis zur Einmündung der Pfettrach und der großen Isar bis zum Beginn der Wohnbebauung. Die ursprünglich vorgesehene Zweigeschossigkeit einer Tiefgarage im Rahmen einer Bebauung der Christbaumwiese konnte verhindert werden. Doch stünden weitere Anstrengungen im Bereich des Hochwasserschutzes an. Notwendig seien zum Beispiel ein Kiesfang vor Landshut sowie eine weitere Ausbaggerung der großen Isar.
Zweiter Bürgermeister Dr. Haslinger nahm die Anregungen auf und kündigte in einem Grußwort ein baldiges Gespräch mit der neuen Vorstandschaft an.
In die neue Vorstandschaft wurden jeweils einstimmig gewählt: Erster Vorsitzender Richard Paulicks, zweiter Vorsitzender Korbinian Sturm, Schatzmeisterin Anja König, Schriftführer Winfried Walter, Beisitzende sind Sonja Axthaler, Hans Cikanek, Martin Frank, Bernhard Griedl, Max Müller, Günther Summer, Kassenprüfer Gerhard Diethelm und Norbert Haberl.
Mit Präsenten wurden aus der Vorstandschaft verabschiedet: Erster Vorstand Hans Cikanek, zweiter Vorstand Wolfgang Mürdter, Schatzmeister Norbert Haberl, Schriftführer Martin Frank und die Beisitzenden Andreas Birzer, Theresia Diethelm, Stephan Liefke, Jutta Manhart, Wolfgang Rösner und Kassenprüfer Rainer Griedl.

