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Steuererklärung 2024: Frist verpasst – was jetzt?

Welche Konsequenzen drohen und wie Betroffene handeln sollten

Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist die Steuererklärung eine Last. Wer jedoch zur Abgabe verpflichtet ist, muss mit Konsequenzen rechnen, wenn die Erklärung zu spät eingereicht wird. Betroffen sind beispielsweise Beschäftigte mit mehreren Arbeitsverhältnissen, Ehepaare in Steuerklasse 3/5 oder 4 mit Faktor, Bezieher von Nebeneinkünften über 410 Euro im Jahr sowie Empfänger von Sonderzahlungen oder steuerpflichtigen Renteneinkünften.

Was passiert bei verspäteter Abgabe?
Wird die Steuererklärung nicht bis zum 31. Juli 2025 eingereicht, drohen Verspätungszuschläge. Diese betragen mindestens 25 Euro pro Monat. Eine Entschuldigung wie Krankheit oder Unfall kann zwar zu einer Fristverlängerung führen, muss aber gut begründet werden. Wer die Erklärung komplett verweigert, riskiert eine Schätzung durch das Finanzamt – meist zu Ungunsten der Betroffenen.

Hilfreiche Tipps

  • Elster nutzen: Die Steuererklärung lässt sich online kostenlos abgeben. Belege müssen nicht mehr eingereicht, aber aufbewahrt werden.
  • Fristverlängerung beantragen: Wer schwer erkrankt ist oder andere Härtefälle nachweisen kann, sollte frühzeitig einen Antrag stellen.
  • Lohnsteuerhilfevereine: Diese können mit der Abgabe beauftragt werden und unterstützen fachkundig.

Keine Angst vor der Steuererklärung
Das Verfahren ist einfacher geworden: Arbeitgeber übermitteln Lohndaten bereits digital an das Finanzamt. Ergänzend können Bürgerinnen und Bürger nur noch wenige Angaben selbst eintragen. Eine kostenfreie Anleitung zur Steuererklärung bietet die Seite steuerzahler.de.

Pilotprojekt in Hessen
In Kassel testet das Finanzamt derzeit ein neues Verfahren: Wer zur Steuererklärung verpflichtet ist, erhält bei fehlender Abgabe einen automatischen Vorschlag basierend auf den vorliegenden Daten. Reagieren Betroffene nicht, wird der Bescheid rechtskräftig. Wer reagiert, kann weitere Kosten wie Werbungsausgaben nachmelden.

Fazit: Wer seine Frist verpasst hat, sollte schnell handeln. Mit Elster und klaren Nachweisen lassen sich unnötige Zuschläge und teure Schätzungen vermeiden. ✅


Quelle: Bund der Steuerzahler

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