Co-Forscherinnen gesucht
„Connected Women“: Teilhabe neueingewanderter Frauen partizipativ gestalten
Sie leben in Landshut, sind weiblich und vor weniger als sieben Jahren zugewandert?
Sie möchten sich gemeinsam mit anderen Frauen in und für die Stadt mit Ideen
einbringen, mitreden und Frauen eine Stimme geben? Wer diese Fragen bejaht oder
eine Person kennt, auf die diese Beschreibung zutrifft, sollte das Projekt „Connected
Women“ kennenlernen. Die Stadt Landshut wurde als eine von fünf Kommunen
bundesweit auswählt, um daran teilzunehmen. Bewerbungen sind noch bis Freitag
möglich.
Die städtische Integrationsbeauftragte Anett Westermeier betreut das Forschungsprojekt in
Landshut. Durch „Connected Women“ entwickeln ausgewählte Kommunen zusammen mit
eingewanderten Frauen bedarfsgerechte, digitale und analoge Angebote und Strukturen. Ziel
ist es, die Teilhabe neueingewanderter Frauen nachhaltig zu verbessern und
gesellschaftspolitische Diskurse vielfältiger zu gestalten.
Worum geht es? Neueingewanderte haben häufig kaum Kontakte außerhalb ihrer eigenen
Gemeinschaften. Das hat oft unmittelbare Auswirkungen auf ihre gesellschaftliche Teilhabe,
die von einem vielfältigen sozialen Netzwerk beeinflusst wird. Eine wichtige Rolle kommt dabei
den Kommunen zu. An dieser Stelle setzt „Connected Women“ an.
Indem neueingewanderte Frauen als Expertinnen ihre Erfahrungen und Perspektiven
einbringen, tragen sie dazu bei, ihre Anliegen auf kommunaler Ebene sichtbar zu machen.
Welche Herausforderung gerade Frauen bewältigen, die nach Deutschland kommen, wissen
sie am besten und können Veränderungen anstoßen. Aktive Mitgestalterinnen können im
Austausch mit der Verwaltung die Interessen weiterer zugewanderter Frauen in der Stadt
vertreten.
Für das Projekt werden daher engagierte Frauen mit Zuwanderungsgeschichte als Co-
Forscherinnen gesucht, die nicht länger als sieben Jahre in Deutschland sind und sich
ehrenamtlich (mit einer kleinen Aufwandspauschale) einbringen wollen. Vorkenntnisse sind
nicht erforderlich. Die Kommunikation im Projektablauf erfolgt auf Deutsch.
Wer sich angesprochen fühlt, kann sich noch bis 31. Mai online anmelden unter:
https://s2survey.net/connectedwomen/
Neben Landshut sind die Städte Kempten, Frankfurt (Oder), Pinneberg und Flensburg am Projekt beteiligt. Das Forschungsprojekt läuft bis Juni 2026. Gefördert wird es durch die Robert Bosch-Stiftung und von Minor, Projektkontor für Bildung und Forschung, unterstützt.

