15 Jahre nach Fukushima: Urananreicherung in Gronau läuft weiter
Einzige deutsche Anlage versorgt weltweit Atomkraftwerke

15 Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima / Japan (11.3.2011) wird in Gronau (NRW) weiterhin Nuklearbrennstoff für Atomkraftwerke „in der ganzen Welt“ vorbereitet – trotz beschlossenem Atomausstieg der Bundesregierung:
In Gronau befindet sich die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage, deren Betrieb mit ständigen hochgefährlichen Urantransporten (mit LKW und Sonderzügen) verbunden ist.
Beim Stichwort „Urananreicherungsanlage“ denkt man aktuell schnell an die international umstrittene Urananreicherung im Iran. Dass aber eine vergleichbare Anlage auch in Gronau steht, ist der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt.
Von der „Feuerwehrzufahrt“ sieht man die Urananreicherungsanlage, eine (noch leere) Lagerhalle für rund 60.000 Tonnen Uranoxid, den „Parkplatz“ für Uran-Waggons und die simplen Maschendrahtzäune, die das Ganze „schützen“.
Passend aktualisiert derzeit der Kreis Borken den externen Notfallplan für die Urananreicherungsanlage.
Hier noch einige Zahlen zur Gronauer Urananreicherungsanlage:
Die Anlage wurde im Juni 1986 (vor 40 Jahren / kurz nach Tschernobyl) offiziell eingeweiht, sie kann ca. 30 Atomkraftwerke mit angereichertem Uran versorgen, im Herbst wird der regelmäßige Protest an der Anlage (monatliche Sonntagsspaziergänge immer am ersten Sonntag im Monat) 40 Jahre alt und seit insgesamt (fast) 50 Jahre wurde / wird gegen den Bau, Betrieb und Ausbau der Urananreicherungsanlage protestiert.
Im Herbst 1976 wurde die erste Bürgerinitiative gegen den damals geplanten Bau der Anlage gegründet.
Der bisher schwerste Störfall in der UAA Gronau hat sich 2010 ereignet.
Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

