Stadträte stellen Antrag zur Geothermienutzung
Finale Klärung mit Altdorf seit 2009 überfällig!
Geothermie – miteinander sprechen statt übereinander
AntragZur entscheidenden Sitzung des Werksenates – Vorstellung der Nutzungsstudie – die für 3. Juli 2024 geplant ist, wird der 1. Bgm. der Gemeinde Altdorf eingeladen.Ziel ist es endlich alle Faktoren abzuklären, die eine gemeinsame Nutzung der bereits teilerschlossenen Naturenergie zeitnah ermöglicht.Die Stadtwerke Landshut gehen derzeit in Vorleistung hinsichtlich der laufenden Studien und zeigen auch damit das Interesse an einer gemeinsamen Nutzung der umweltfreundlichen Energie.Geklärt werden müsste insbesondere die Form der Zusammenarbeit und der Umgang mit den bisherigen Kosten.
Rudolf Schnur Bernd Friedrich Dr. Dagmar Kaindl
Helmut Radlmeier Gertraud Rössl Lothar Reichwein
Bereits früher waren Stadträte, auch fraktionsübergreifend, in der Sache mittels Antragstellung aktiv.
Ein Beispiel aus dem Jahr 2022:
An den
Stadtrat der Stadt Landshut
Rathaus 24.10.2022
Antrag
Die Verwaltung wird beauftragt zur baldmöglichen Entscheidungsfindung eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile (Entscheidungsmatrix) der beiden seit längerem angedachten Geothermie-Projekte vorzulegen.
Begründung:
Sowohl die Gespräche und Überlegungen mit der Gemeinde Altdorf bezüglich der Nutzung der dort vorhandenen Tiefenbohrungen, als auch die Überlegungen eine eigene Tiefenbohrung im Bereich des Stadtparks niederzubringen ziehen sich viele Jahre dahin.
Verschiedene Beschlüsse haben bereits eine Lösungssuche und -umsetzung angemahnt.
Allein das „Wärmenetz West“ bedarf einer zeitnahen Umsetzung.
Die derzeitige Situation drängt geradezu, lösungsorientierte Entscheidungen zu treffen.
Klaus Pauli Rudolf Schnur
Stadtrat, Verwaltungsbeirat Stadtwerke Stadtrat
Und sehr interessant in dem Zusammenhang ist auch eine von Stadträtin Elke Rümmelein erstellte Aufstellung der bisherigen Anträge und die entsprechenden Fragestellungen dazu:
Die Anträge A1192/08-14, A0839/08-14, A0661/08-14, A0270/08-14, die Anträge neueren Datums A-0449/20-26, A-0444/20-26, A437/20-26, A-0343/20-26, sowie die mehrfach beschlossenen Machbarkeitsstudien zeigen die enorme Zeitspanne (seit 2009) auf, in der diese Ideen (Altdorf/Landshut Stadtgebiet) bereits diskutiert werden. Dies und die Tatsache, dass die bestehenden Bohrlöcher in Altdorf im Jahr 2024 höchstwahrscheinlich verfüllt werden müssen und ein eventuelles Ende der Förderung, setzen die Stadt Landshut und die Marktgemeinde Altdorf unter einen selbstverursachten Entscheidungsdruck.
Beide Varianten haben sowohl wirtschaftlich als auch technisch ihre Vor- und Nachteile, die detailliert dargestellt und diskutiert werden müssen. Der Rahmen einer normalen, gemeinsamen Sitzung der Senate für Umwelt und Stadtwerke scheint für einen umfassenden Informationsaustausch (z.B. nur drei Minuten Rederecht) und eine verantwortungsvolle, sowie zeitnahe Entscheidungsfindung als ungeeignet. Daher wird eine Klausur „Runder Tisch Geothermie/Geothermiegipfel“ z.B. im Gründerzentrum „Link“ vorgeschlagen.
Vorzusehen sind u.a. folgende Punkte:
Sämtliche Machbarkeitsstudien darstellen
Förderkulisse für beide Varianten mit deren Zeiträumen (solo als auch in Kombination)
welche Anschlussvoraussetzungen werden wirtschaftlich gebraucht? Anschluss“zwang“?
Beispielkommunen in der Größe von Landshut/Altdorf und kleiner, die sich zu „Bohrverbünden“ zusammengeschlossen haben und deren Rechtsformen und Wirtschaftspläne?
Einspeisungsmöglichkeiten in das vorhandene Fernwärmenetz mit Entlastung des BMHKWs.
Wärmespeicherpotential der Untergrundgegebenheiten.
Das Wärmekataster und das Wärmekonzept
Wird ein bayerisches Geothermienetz seitens des Ministeriums – für – Wirtschaft aufgebaut?

