AllgemeinDaten & FaktenPolitikPopulärPortraitSicherheitVerkehrWirtschaft und Unternehmen

Weiterbau der B15neu wird auch im Landkreis Mühldorf befürwortet

Presseerklärung der Initiative PRO B15neu

Bürgermeister von Schönberg und PRO B15neu-Mitglieder treffen sich zum Informationsaustausch

Landshut/Mühldorf

Die Initiative PRO B15neu hat den Schönberger Bürgermeister und Mühldorfer CSU-Kreisrat Alfred Lantenhammer zu einen Gespräch nach Landshut eingeladen. Herr Lantenhammer ist ein Befürworter der Weiterführung der B15neu auf dem Korridor der raumgeordneten Trasse bis zur A94 im Landkreis Mühldorf. Schnell waren sich die Vertreter der Initiative PRO B15neu, Herr Jakob Huber und Herr Rudolf Merkel und der Mühldorfer Kreisrat über die Notwendigkeit des Weiterbaues der B15neu in Richtung Süden einig. Die Verkehrssituation in Stadt und Landkreis Landshut sowie in Richtung Rosenheim und Freilassing muss durch eine B15neu verbessert werden. Hatte man bisher bei der Diskussion um die B15neu in erster Linie die Strecke Landshut-Rosenheim im Blick, hat Herr Lantenhammer nun den Fokus auch auf die B299 gelenkt, die künftig noch stärker belastet würde. Die B15neu wird also gleich zwei Bundesstraßen mit Ihren Ortschaften entlasten.

Man zeigte sich auch überrascht über die guten Kenntnisse von Herrn Lantenhammer zum Thema B15neu im Landkreis Landshut. Kein Wunder, grenzt seine Gemeinde Schönberg unmittelbar südlich an die Gemeinde Bodenkirchen und  er war in der letzten Wahlperiode auch der stellvertretende Landrat des Landkreises Mühldorf und immer um einen Konsens der Landkreise Erding, Landshut und Mühldorf in Sachen B15neu bemüht. So trafen sich noch im September letzten Jahres Mandatsträger aus diesen drei Landkreisen um eine gemeinsame Lösung zur B15neu zu finden. Herr Lantenhammer vertrat damals als stellvertretender Landrat den Landkreis Mühldorf. Das Ergebnis aller Beteiligten war, der Korridor der raumgeordneten Trasse der B15neu von Landshut zur A94 sei die sinnvollste Lösung für alle drei Landkreise. Und diese Meinung vertritt Herr Lantenhammer nach wie vor.

In dem Gespräch mit den Vertretern der Initiative PRO B15neu erläuterte der Schönberger Bürgermeister ausführlich seine Argumente. Das jetzt gerade laufende Planfeststellungsverfahren „Umfahrung Landshut Ost-Süd“ zeige sehr deutlich auch die zukünftige Verkehrsentwicklung rund um Landshut. So wird der Verkehr südlich von Landshut im Jahre 2035, auch nach der Fertigstellung der Umfahrung von Landshut, sich um 45 Prozent erhöhen. Die B299 hat jetzt schon das 2,36-fache Verkehrsaufkommen bei Geisenhausen als die B15 bei Münchsdorf, interpretiert Herr Lantenhammer die aktuellen Verkehrsprognosen.  Der zusätzlich zu erwartende Verkehr südlich von Landshut wird dann wieder zum größten Teil auf der bereits jetzt schon überlasteten B299 ihren Weg über Vilsbiburg in den Landkreis Mühldorf nehmen. Man muss spätestens jetzt erkennen, dass mit dem Ausbau der B15 alt, mit Ortsumfahrungen im Landkreis Erding, das Verkehrsproblem nicht gelöst wäre. Zwei Drittel des zukünftigen  Verkehrs südlich von Landshut wird den Weg auf der B299 in Richtung Süden nehmen, wenn die B15neu nicht gebaut wird. Im Planfeststellungsverfahren „Umfahrung Landshut Ost-Süd“ ist als Vorgabe des Bayerischen Ministerrates von 2015 beschrieben, dass nach der Umfahrung von Landshut die Westkorridorvariante (Ausbau der B15 mit Ortsumfahrungen) als auch die Ostkorridorvariante (raumgeordnete Trasse aus den 1970er Jahren) möglich sein müssen. Für Lantenhammer scheidet jetzt aber absolut die Lösung Westkorridorvariante im Landkreis Erding aus. So bleibt die raumgeordnete Trasse Geisenhausen-Velden/Vils-Buchbach-Obertaufkirchen für die B15neu als sinnvollste Lösung übrig. Deshalb sieht Lantenhammer es gerechtfertigt bzw. sogar notwendig eine vierstreifige, kreuzungsfreie Straße, nämlich die B15neu, auf der raumgeordneten Trasse zu bauen. Dies sehen auch die Mitglieder der Initiative PRO B15neu so.

Nun hat der Mühldorfer Kreistag sich in einer Resolution mehrheitlich gegen die B15neu ausgesprochen. Er, Lantenhammer, habe vehement gegen diese Resolution argumentiert. Diese Abstimmung ist seiner Einschätzung nach kein reelles Bild der Bürgermeinungen des Landkreises Mühldorf und schon gar nicht von den Anwohnern der B299. Vielmehr sieht er das Abstimmungsverhalten von parteitaktischen Vorgaben geprägt. Alle sechs Landratskandidaten im Landkreis Mühldorf haben sich im Wahlkampf gegen die B15neu ausgesprochen um ja nicht anzuecken. Es galt seiner Ansicht nach, das Gesicht der Kandidaten zu wahren anstatt auf die neuen Erkenntnisse zu reagieren und nach einer zukunftsorientierten Lösung für das Verkehrsproblem zu suchen.

Die Mitglieder von PRO B15neu erfuhren von Herrn Lantenhammer auch, dass die in der Resolution des Mühldorfer Kreistages geforderten Ortsumfahrungen bei der B299 auf wenig Gegenliebe bei den betroffenen Gemeinden stoßen. So unterstützt die Bodenkirchner Bürgermeisterin Monika Maier die Initiative ihres Bürgermeisterkollegen Lantenhammer und fordert auch einen  direkten Anschluss von Landshut her an die A94.  Ebenso stellte  Egglkofens Bürgermeister, Johann Ziegleder, fest, dass an der übermäßigen Belastung der B299 auch Ortsumgehungen nichts ändern würden. Der von der B299 betroffene Bürgermeister der Stadt Neumarkt-Sankt Veit, Erwin Baumgartner, stellte sich ebenfalls auf die Seite Lantenhammers und votierte gegen den Planungsstopp der B15neu.  (Geändert)

Nun will der Schönberger Bürgermeister und Mühldorfer CSU-Kreisrat Alfred Lantenhammer einen Bürgerentscheid mittels eines Ratsgehrens anstreben. Er hat auch dazu einen konkreten Trassenverlauf entlang der raumgeordneten Trasse im Auge. Dieser Bürgerentscheid soll nach Meinung Lantenhammers nicht nur im Landkreis Mühldorf durchgeführt werden, sondern zeitgleich auch in den Landkreisen Landshut und Erding.

Am Schluss des Gespräches von Vertretern von PRO B15neu und dem Mühldorfer CSU-Kreisrat Alfred Lantenhammer wurde als vorrangiges Ziel festgehalten, dass die Planungen für die Weiterführung der B15neu unmittelbar nach der Fertigstellung der Planungen für die Umfahrung Landshut Ost-Süd wieder aufgenommen werden müssen. Dies stellte auch die Bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer in dem Antwortschreiben an Lantenhammer in Aussicht. Außerdem forderten die Teilnehmer der Gesprächsrunde, dass die B15neu unbedingt bis zur A94 bei der nächsten Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes in den „Vordringlichen Bedarf“ mit einer konkreten Trasse eingestuft wird.

Des Weiteren vereinbarten die Vertreter von PRO B15neu und Bürgermeister Lantenhammer eine weitere enge Zusammenarbeit in Sachen B15neu.

Foto/Grafik: BI PRO B15neu

Mehr anzeigen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"