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Von Bewegungsangeboten über Beratung zu Infoabenden

Umfangreiches regionales Programm im Rahmen der 2. Bayerischen Demenzwoche

Ab Freitag findet zum zweiten Mal die Bayerische Demenzwoche statt – und auch in der Region Landshut wurde ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Bis zum 26. September stehen umfangreiche Beratungsmöglichkeiten, Bewegungsangebote und Infoabende rund um das Thema Demenz auf dem Plan. Denn diese Krankheit bestimmt bei immer mehr Personen den Alltag – egal ob sie selbst betroffen sind oder Angehörige, Bekannte und Freunde: Nicht umsonst wird Demenz als „neue Volkskrankheit“ bezeichnet.

Genau hier setzt die zweite Bayerische Demenzwoche an: So haben sich zahlreiche Organisationen und Akteure in der Region gefunden, die mit verschiedenen Formaten über Demenz informieren wollen und Unterstützungsmöglichkeiten im näheren Umfeld aufzeigen.

Die Organisatoren bitten unbedingt um vorherige Anmeldung für die einzelnen Programmpunkte (ausgenommen Beratungsangebote im Foyer des Landratsamtes und wenn gesondert gekennzeichnet) bei der Koordinierungsstelle Demenz des Landkreises Landshut, Tel.: 0871 96367-162 oder unter kodela@landshuter-netzwerk.de.

Alle Informationen finden Sie unter www.demenzwoche.bayern.de. Es gilt bei allen Veranstaltungen – außer im Freien – die 3G-Regel: Die Teilnehmer müssen also entweder vollständig gegen das Corona-Virus geimpft, davon genesen oder aktuell negativ getestet sein.

Bisheriges Programm der 2. Bayerischen Demenzwoche in der Region Landshut:

Freitag, 17.09.2021

Bewegungsangebot – Begleitete Bewegungs-Stunden am Bewegungsparcours mit einem Physiotherapeuten

Wann: 12:30 bis 14:00 und 14:00 bis 15:30 Uhr

Wo: Im Freizeitgelände „Hinter der Etz“, Festplatzstr.3, 84030 Ergolding

Leitung: Physiotherapeut Maximilian Lechner

Anmeldung: Tel: 0871-760327 oder E-Mail: gaudlitz@ergolding.de  

Im Freizeitgelände “Hinter der Etz” am Bewegungsparcours gemeinsam trainieren: Das bietet die Seniorenkoordinationsstelle des Marktes Ergolding unter fachlicher Anleitung des Physiotherapeuten Maximilian Lechner an.

Es werden spezielle Übungen zur Steigerung der Beweglichkeit und für mehr Kraft aufgezeigt. Sie dienen auch dem Muskelaufbau und beugen Stürzen vor. Das speziell für den Personenkreis zusammengestellte Programm steht allen Interessierten offen. Übungen zur Koordination und leichte Dehnübungen runden das Programm ab. Auch die Wiese neben dem Bewegungsparcours wird in die Übungen einbezogen.

Gesundheitliche Einschränkungen werden im Einzelfall behandelt und Bewegungsalternativen aufgezeigt. Sitzmöglichkeiten stehen ebenfalls zur Verfügung.

Vortrag: „Bin ich vergesslich oder habe ich Demenz?“

Wann: 19:30 Uhr

Wo: Pfarrstadel, Schulstr. 1a, 84172 Buch am Erlbach

Referentin: Johanna Myllymäki

Sie alle kennen solche oder ähnliche Situationen, in denen uns das bisher gut funktionierende Gedächtnis im Stich lässt: Wie heißt sie nochmal? Der Name einer Bekannten fällt mir im direkten Gespräch mit Ihr nicht sofort ein… Oder: Schon wieder habe ich meine Haustürschlüssel verlegt und den Geburtstag meiner Cousine abermals vergessen, was mag sie bloß über mich denken… Bin ich etwa nur unkonzentriert geworden oder habe ich vielleicht schon eine Demenz?

Diese Fragen, die sich viele ältere Menschen stellen, möchte die Gerontologin Johanna Myllymäki von der Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern mit ihrem Vortrag beantworten. Sie wird erklären, wie das Gedächtnis normal funktioniert und was dementielle Erkrankungen eigentlich sind.

Montag, 20.09.2021

Workshop für Angehörige: „Mit Menschen mit Demenz in Kontakt kommen und bleiben.“

Wann: 16:00 Uhr

Wo: AWO, Ludmillastr. 15a, 84034Landshut

Leitung: Maria Karl

Kommunikation ist ganz schön schwierig: Bei Gesunden kommt es schon oft zu Missverständnissen und Konflikten. Die Kommunikation mit Menschen mit Demenz fällt aber noch schwieriger. Eingeschränktes Sprachverständnis, Schwierigkeiten mit dem Kurzeitgedächtnis und weitere Faktoren erschweren die Kommunikation mit demenzerkrankten Menschen. Oft kommt es durch Missverständnisse zu Verhaltensauffälligkeiten des Betroffenen. Der Workshop soll helfen, mit Menschen mit Demenz in Kontakt zu treten und im Gespräch zu bleiben. Lösungen bei Kommunikationsproblemen werden gemeinsam erarbeitet und in Übungen und Fallbeispielen gefestigt.

Dienstag, 21.09.2021

Beratung im Landratsamt, Schwerpunkt: Wohnraumberatung

Wann: 09:00 bis 11:00 Uhr

Wo: Foyer des Landratsamtes, Veldener Str. 15, 84036 Landshut

Ansprechpartnerinnen: Nadine Abramowski (Wohnraumbeauftragte), Eva-Christina Draeger (GesundheitsregionPlus Stadt und Landkreis Landshut)

Das Landratsamt bietet auch in diesem Jahr eine umfassende und individuelle Beratung zu relevanten Themen rund um Demenz an. Das Thema Wohnen kann einen großen Einfluss auf das Leben Demenzerkrankter und ihrer Angehörigen haben. Eine durchdachte Auswahl von Hilfsmitteln und räumliche Anpassungen können entlasten, damit die Betroffenen möglichst lange selbstständig leben können.  Nadine Abramowski ist die Wohnraumbeauftragte des Landkreises und steht Interessierten für Fragen zur Verfügung.

Vortrag: „Überblick über freiheitsentziehende Maßnahmen“

Wann: 16:00 Uhr

Wo:  Forum des Landshuter Netzwerks e.V., Bahnhofplatz 1, 84032 Landshut

Referentin: Sabine Tschrainer-Zangl

Sabine Tschainer-Zangl vom Institut „Aufschwung Alt“ gibt einen Überblick zum rechtlich schwierigen Thema „freiheitsentziehende Maßnahmen“. Der Vortrag findet zudem im Rahmen des Welt-Alzheimer-Tages statt.

Mittwoch, 22.09.2021

Schulung: Demenzpartner werden – Kompaktkurs der Koordinierungsstelle Landshut

Wann: 17:00 Uhr

Wo: Städtischer Veranstaltungssaal Vilsbiburg, Stadtplatz 30, 84137 Vilsbiburg

Referentinnen: Monja David und Nicole Smolin (Koordinierungsstelle Demenz)

Bei dieser Veranstaltung handelt sich dabei um einen Basiskurs zum Thema Demenz. In dem Kurs stehen Informationen zum Krankheitsbild sowie der Umgang mit Menschen mit Demenz im Vordergrund. „Demenzpartner“ ist eine bundesweite Initiative der deutschen Alzheimer-Gesellschaft. Die Teilnahme an diesem Kompaktkurs steht allen Interessierten offen. Die Teilnehmenden werden so Demenz-Partnerinnen und -Partner und damit Teil der weltweiten Bewegung für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.

Donnerstag, 23.09.2021

Gesprächsangebot: Sprechstunde Demenz der Koordinierungsstelle Demenz

Wann: 09:00 bis 11:00 Uhr

Wo: Rathaus Ergolding, Lindenstr. 25, 84030 Ergolding

Ansprechpartnerinnen: Monja David und Nicole Smolin (Koordinierungsstelle Demenz)

Das Angebot richtet sich an alle Betroffenen oder deren Angehörige – auch über die Gemeindegrenze hinaus. Monja David und Nicole Smolin beraten zu allen möglichen Themen rund um das Thema Demenz: beispielsweise dem allgemeinen Krankheitsbild oder dem Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen. Zudem geben sie Informationen zu finanziellen und sozialrechtlichen Fragestellungen sowie den verschiedenen Unterstützungsformen und Entlastungsangeboten. Parallel zur Sprechstunde ist bei Bedarf ein Betreuungsangebot für betroffene Angehörige möglich.

Beratung im Landratsamt

Wann: 13:00 bis 15:00 Uhr

Wo: Foyer des Landratsamtes, Veldener Str. 15, 84036 Landshut

Ansprechpartnerinnen: Janine Bertram (Seniorenbeauftragte), Eva-Christina Draeger (GesundheitsregionPlus Stadt und Landkreis Landshut)

Die Diagnose Demenz wirft viele verschiedene Fragen auf und kann Betroffene und Angehörige überfordern. Um ihnen bei der Bewältigung dieser Fragen zu helfen, gibt es verschiedene Anlaufstellen und Beratungsangebote. Janine Bertram (Seniorenbeauftragte Landkreis Landshut) und Christina-Maria Draeger (GesundheitsregionPlus Stadt und Landkreis Landshut) beantworten gerne Ihre Fragen oder helfen, den richtigen Ansprechpartner zu finden. 

Freitag 24.09.2021

Beratung im Landratsamt, Schwerpunkt: Betreuung und Vorsorgevollmachten

Wann: Von 09:00 bis 11:00 Uhr

Wo:  Foyer des Landratsamtes, Veldener Str. 15, 84036 Landshut

Ansprechpartnerinnen: Gabriele Hans (Betreuungsstelle), Isabelle Tober (Soz.Päd)

Ein weiteres sehr wichtiges Thema, wenn es um Demenz geht, ist die Betreuung. Hier sind neben dem Willen des Betroffenen und den Wünschen auch rechtliche Aspekte zu beachten. Diese Themen können ängstigen, sind aber wichtig zu klären und schaffen dann auch Sicherheit für alle Beteiligten. Gabriele Hans (Betreuungsstelle Landkreis Landshut) beantwortet gemeinsam mit einer Kollegin Isabelle Tober gerne alle Fragen rund um die Themen Betreuung, Vollmachten und Vorsorge.

Vortrag: „Autofahren und Demenz“

Wann: 17:00 Uhr

Wo: Bürgersaal Rottenburg, Kapellenplatz1, 84056 Rottenburg

Referentin: Johanna Myllymäki

Der heutige Straßenverkehr verlangt von Autofahrern schnelle Reaktionsfähigkeit und gut funktionierende Sinnesleistungen, gute Orientierung sowie anhaltende Konzentration. Dinge, die im Laufe des Lebens ohne entsprechende Übung abnehmen. Die meisten älteren, aktiven Autofahrer können durch geeignetes vorausschauendes Verhalten die mit dem Alter eintretenden Veränderungen gut kompensieren. Da der Anteil älterer Autofahrer jedoch kontinuierlich zunimmt, werden auch zusätzliche Aspekte, wie chronische Erkrankungen und Medikamentenkonsum für die Beurteilung der Fahrtauglichkeit wichtig. Wie ist es beispielsweise bei Menschen, deren Gedächtnisleistung abnimmt, also eine sogenannte dementielle Entwicklung erfahren? Viele Angehörige stellen sich die Frage, ob und in wieweit sie die

ihre Angehörigen unter diesen Gesichtspunkten noch aktiv am Straßenverkehr teilnehmen können oder sich besser einschränken sollten.

Der Vortrag von Johanna Myllymäki, Gerontologin von der Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern, geht auf diese Probleme ein und beleuchtet die Fahrtauglichkeit von Menschen mit Demenz aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Samstag 25.09.2021

Bewegungsangebot: „Im goldenen Licht – Spätsommer Wanderung durch das Klosterholz“

Wann: 14:00 Uhr

Wo: Treffpunkt Oberer Parkplatz Klosterholz Altdorf

Leitung: Maria Karl, Gaby Gaudlitz

Anmeldung: Tel: 0871-760327 oder E-Mail: gaudlitz@ergolding.de  

Gemeinsam wollen wir bei einer gemütlichen Rundwanderung den spätsommerlichen Wald im Klosterholz erkunden. Auf gut ausgebauten, vorwiegend schattigen Kieswegen geht es ca. 3,5 km durch den Wald. Unterwegs laden Rastbänke zu einer Ruhepause ein. Hier können die Wanderer ihre selbst mitgebrachte Brotzeit genießen.

Demenzerkrankte und ihre Familien erwartet ein bunter, für die Zielgruppe gestalteter Ausflug mit Gleichgesinnten unter fachkundiger Leitung.

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