Daten & Fakten

TAE-Umfrage zur Zuckersteuer: 71,8 Prozent sehen Einnahmemotiv

Civey-Befragung im Auftrag der TAE umfasst 5.000 Teilnehmer

Gesundheit steht drauf – Steuererhöhung ist drin!

Michael Jäger, Präsident der Europäischen Steuerzahlerorganisation, der Taxpayers Association of Europe (TAE), kritisiert die geplante Zuckersteuer scharf: „Die Bürger sind nicht dumm. Sie erkennen, dass Gesundheit zwar draufsteht, aber in Wirklichkeit eine Steuererhöhung drinsteckt.“ Nach einer Civey-Studie im Auftrag der TAE mit 5.000 Teilnehmern vom 11. September 2026 glauben 71,8 Prozent, dass es dem Staat vor allem um zusätzliche Einnahmen geht.

Auch die versprochene Gesundheitswirkung überzeugt nicht. Bei einem Preisaufschlag von 25 bis 30 Prozent würden der Studie zufolge nur 22 Prozent weniger Zucker konsumieren. Andere würden unverändert weiterkaufen oder auf ebenfalls zuckerhaltige Produkte ausweichen. Jäger: „Die Steuer macht das Leben teurer, aber die Menschen nicht automatisch gesünder.“

Besonders hart träfe die Abgabe Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. 74 Prozent der befragten Arbeiterinnen und Arbeiter lehnen einen entsprechenden Preisaufschlag ab. „Wer wenig verdient, spürt jeden zusätzlichen Cent. Diese Steuer ist nicht sozial, sondern belastet ausgerechnet jene, die ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen müssen“, erklärt Jäger.

86 Prozent der Befragten wollen, dass mögliche Einnahmen ausschließlich der Gesundheitsvorsorge zugutekommen. Jäger fordert deshalb: „Die Bundesregierung sollte die Zuckersteuer stoppen und auf Aufklärung und Ernährungsbildung setzen. Falls sie trotzdem kommt, darf kein Cent im allgemeinen Staatshaushalt versickern.“

Jäger sieht die Ergebnisse auch stellvertretend für andere Steuererhöhungsvorhaben, wie bei Alkohol und Tabak. Auch hier geht er hart ins Gericht mit den politischen Verantwortlichen: „ Die Leute werden an der Nase herumgeführt, denn sie werden bewusst in den Glauben versetzt, durch höhere Steuern auf Tabak, Alkohol oder Zucker würde man die Gesundheit der Menschen verbessern. Aber es sind eben keine zweckgebundenen Abgaben, sondern Steuern – also allgemeine Mehreinnahmen – über deren Verwendung dann der Finanzminister entscheidet.“

Drei zentrale Ergebnisse der Civey Studie

  • MOTIV: 71,8 % sehen zusätzliche Staatseinnahmen als Hauptmotiv
  • WIRKUNG: 22 % würden bei höheren Preisen weniger Zucker konsumieren
  • VERWENDUNG: 86 % fordern eine Zweckbindung für die Gesundheitsvorsorge

Quelle: Civey-Studie im Auftrag der Taxpayers Association of Europe mit 5.000 Teilnehmern, Stand: 11. September 2026.

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