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Stadt und Evangelisches Bildungswerk wollen Arbeitsgelegenheiten ausbauen

Neue Einsatzmöglichkeiten sollen Teilnehmern und Stadtgesellschaft gleichermaßen nutzen

Stadt Landshut und Evangelisches Bildungswerk wollen Arbeitsgelegenheiten gemeinsam weiterentwickeln

Bewährte soziale Unterstützung soll mit konkretem Nutzen für die Stadtgesellschaft verbunden werden

Die Stadt Landshut und das Evangelische Bildungswerk (ebw) wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich der Arbeitsgelegenheiten (AGH) weiter ausbauen. Ziel ist es, die langjährige Erfahrung des ebw in der sozialpädagogischen Begleitung und Kompetenzförderung mit konkreten Einsatzmöglichkeiten der Stadt zu verbinden. So sollen künftig weitere Arbeitsgelegenheiten entstehen, von denen sowohl die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als auch die Landshuter Stadtgesellschaft profitieren.

Zu einem gemeinsamen Austausch trafen sich die Geschäftsführerin des Evangelischen Bildungswerks, Sabine Buchta, der Leiter der Stabsstelle für besondere Projekte, Arbeitsgelegenheiten und Problemimmobilien, Thomas Rottenwallner, sowie die stellvertretende Leiterin des Referats für Soziales und Bildung, Heidi Lehrhuber. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Möglichkeiten, die bisherige Zusammenarbeit weiterzuentwickeln und zusätzliche AGH-Angebote zu schaffen.

„Für mich ist entscheidend, dass mit den Arbeitsgelegenheiten ein konkreter Beitrag für unsere Stadt geleistet wird – und arbeitsfähige Leistungsbezieher damit der Gesellschaft etwas zurückgeben. Wenn Menschen dabei gleichzeitig die Chance bekommen, ihre Fähigkeiten einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und für sich selbst neue berufliche Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu entwickeln, ist das ein Gewinn für alle. Wir wollen deshalb die vorhandenen Möglichkeiten noch stärker dafür nutzen, Aufgaben zu übertragen, die der Allgemeinheit unmittelbar zugutekommen“, so Oberbürgermeister Thomas Haslinger.

Kompetenzen stärken und gleichzeitig etwas für Landshut bewegen

Das Evangelische Bildungswerk verfügt über langjährige Erfahrung in der Begleitung von Menschen, die über einen längeren Zeitraum arbeitslos waren. Im Mittelpunkt der bisherigen Arbeit mit Betroffenen steht insbesondere die Wiederbefähigung der eigenen Kompetenzen. Durch sozialpädagogische und sozialpsychologische Unterstützung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei begleitet, vorhandene Fähigkeiten wiederzuentdecken, Selbstvertrauen aufzubauen und damit den Weg zurück in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis zu finden, durch das der Lebensunterhalt wieder aus eigener Kraft bestritten werden kann. Für viele Menschen war diese Unterstützung ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt.

Seit 2021 hat das Evangelische Bildungswerk sein Engagement zudem um einen weiteren wichtigen Bereich erweitert: die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und Bleiberecht, darunter auch ausgebildete Fachkräfte, die ihre beruflichen Qualifikationen in Deutschland zunächst aufgrund sprachlicher oder anderer Zugangshürden nicht unmittelbar einsetzen konnten. Um diesem Personenkreis bessere Chancen auf gesellschaftliche und berufliche Teilhabe zu eröffnen, wurde unter anderem ein eigenes Sprachförderprojekt entwickelt. Ziel ist es, vorhandene Kompetenzen und berufliche Qualifikationen mit den notwendigen sprachlichen Voraussetzungen zu verbinden und damit den Weg in eine ihrer Ausbildung entsprechende Beschäftigung zu erleichtern.

„Unser Anliegen ist es, Menschen nicht auf ihre Arbeitslosigkeit oder ihre momentane Lebenssituation zu reduzieren, sondern ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten in den Mittelpunkt zu stellen. Gerade auch bei Menschen, die bereits eine gute Ausbildung oder berufliche Erfahrung mitbringen, kann gezielte Unterstützung dabei helfen, vorhandene Kompetenzen auch hier in Deutschland wieder einzusetzen“, erklärt Sabine Buchta, Geschäftsführerin des Evangelischen Bildungswerks.

Stadt und ebw wollen ihre Stärken verbinden

Die Stadt Landshut möchte Arbeitsgelegenheiten künftig noch stärker mit konkreten Aufgaben und Tätigkeiten verbinden, die einen unmittelbaren Nutzen für die Allgemeinheit haben. Hier eröffnet die Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk neue Möglichkeiten. „Wir sehen großes Potenzial darin, die soziale Kompetenz und langjährige Erfahrung des ebw mit den konkreten Bedarfen der Stadt zusammenzubringen. Unser Ziel muss sein, Arbeitsgelegenheiten dort zu schaffen, wo tatsächlich etwas für Landshut bewegt werden kann. Die Unterstützung der Menschen und ihr persönlicher Weg bleiben dabei wichtig – gleichzeitig soll aber auch ein sichtbarer und spürbarer Mehrwert für unsere Stadt entstehen“, betont Thomas Haslinger. Die Stadt Landshut und das Evangelische Bildungswerk wollen deshalb gemeinsam prüfen, in welchen Bereichen zusätzliche AGHs geschaffen werden können und welche Tätigkeiten sich dafür besonders eignen.

Dabei soll der bisherige Ansatz des ebw ausdrücklich erhalten bleiben: Die Menschen und ihre individuelle Entwicklung stehen weiterhin im Mittelpunkt. Gleichzeitig können sinnvoll ausgestaltete Tätigkeiten dazu beitragen, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Verantwortung zu übertragen, praktische Erfahrungen zu vermitteln und einen konkreten Beitrag für das Gemeinwesen zu ermöglichen.

Das gemeinsame Treffen von Stadt und Evangelischem Bildungswerk wurde von allen Beteiligten als konstruktiv und gewinnbringend bewertet. Die Gespräche über konkrete weitere Einsatzmöglichkeiten und Projekte sollen fortgesetzt werden. So könnte aus einer bewährten Zusammenarbeit ein erweitertes Modell entstehen: Menschen erhalten neue Perspektiven, können ihre eigenen Kompetenzen weiterentwickeln und vorhandene Qualifikationen einbringen – und gleichzeitig gewinnt die Stadt Landshut zusätzliche Unterstützung bei sinnvollen Aufgaben für die Gemeinschaft.

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