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Salmonellen und Schokoladenprodukte

Gesundheitsrisiken und wichtige Hinweise für Verbraucher

Am 9. April 2026 hat ein Hersteller von Schokoladenprodukten bestimmte Chargen einer Haselnuss-Nougat-Creme zurückgerufen. Im Rahmen einer Eigenkontrolle wurde ein Salmonellen-Nachweis im Produkt festgestellt.

Salmonellen als häufige Ursache von Magen-Darm-Erkrankungen

Salmonellen zählen nach Campylobacter-Keimen zu den häufigsten bakteriellen Auslösern von Durchfallerkrankungen in Deutschland. Typische Symptome einer Salmonellose sind Durchfall, Bauchschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen. Besonders gefährdet sind Kleinkinder sowie ältere oder immungeschwächte Personen.

Warum Schokoladenprodukte problematisch sein können

Auch wenn Salmonellen in Schokolade vergleichsweise selten nachgewiesen werden, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Krankheitsausbrüchen im Zusammenhang mit kakaohaltigen Produkten. In fettreichen Lebensmitteln wie Schokoladencreme können bereits geringe Keimmengen ausreichen, um eine Infektion auszulösen. Das Fett schützt die Bakterien während der Magenpassage vor der Magensäure, sodass sie in den Darm gelangen und dort eine Erkrankung verursachen können.

Während üblicherweise eine höhere Anzahl von Keimen notwendig ist, um eine Infektion auszulösen, können in fettreichen Schokoladenprodukten bereits weniger als 1.000 Bakterienzellen ausreichend sein. Zudem können Salmonellen in Schokolade über längere Zeit überleben, da sie durch den niedrigen Wassergehalt und den Fettanteil besonders widerstandsfähig sind.

Der letzte bekannte größere Salmonellose-Ausbruch in Deutschland im Zusammenhang mit Schokolade wurde im Jahr 2022 registriert. Im Jahr 2025 wurde nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) lediglich eine vegane Schokolade wegen Salmonellenfunden zurückgerufen. Erkrankungsfälle im Zusammenhang mit diesem Rückruf wurden nicht bekannt.

Verbraucherhinweise

Die vom Hersteller genannten Chargen sollten nicht verzehrt oder weiterverarbeitet, sondern entsorgt werden. Bei Auftreten typischer Symptome wird insbesondere bei Kindern empfohlen, ärztlichen Rat einzuholen. Verdächtige Produkte sollten gegebenenfalls für Untersuchungen aufbewahrt werden.

Für die amtliche Lebensmittelüberwachung sind in Deutschland die Bundesländer zuständig. Das BVL fungiert als nationale Kontaktstelle für das europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel. Weitere Informationen zur Salmonellose veröffentlichen unter anderem die Gesundheitsämter und das Robert Koch-Institut.


Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung

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