Sport

Rote Raben holen bei Bundesliga-Rückkehr einen Punkt in Erfurt

Nach 2:0-Satzführung unterliegt Vilsbiburg im Tiebreak mit 2:3

Kurz vor dem Start:

Ein Punkt nach dramatischem Tiebreak-Krimi

Aufsteiger Rote Raben Vilsbiburg hat gleich bei seiner Rückkehr in die DEKRA 1. Volleyball Bundesliga Frauen gepunktet. Dabei wäre sogar noch mehr drin gewesen als der eine Zähler, den die Niederbayerinnen bei Schwarz-Weiß Erfurt entführen konnten. Nach einer 2:0-Satzführung verließen die Raben nämlich das Parkett noch als Verliererinnen die Platte und unterlagen in einer dramatischen und packenden Begegnung mit 2:3 (25:21, 25:19, 15:25, 18:25, 13:15).

Das Wochenende begann für die Raben mit einer Hiobsbotschaft. Vor der Abfahrt am Freitag zog sich Brianna Green bei der letzten Aktion im Training eine Muskelverletzung zu und wird wohl einigen Wochen ausfallen. Unter der Woche hat sich bereits Jeanette Huskic verletzt abmelden müssen.

Unbeeindruckt von diesen personellen Nackenschlägen spielten die Raben bei ihrer Bundesliga-Rückkehr ganz starke erste zwei Sätze. Die Niederbayerinnen hatten in der thüringischen Landeshauptstadt klare Vorteile in der Annahme und vor allem über die Mitte. Dazu führte Kapitänin Pia Fernau geschickt Regie und die Verteidigung räumte fast alles ab. Zwischendurch landete auch noch Guillermo „Adlerauge“ Gallardo zwei erfolgreiche Challenges und so gewannen die Raben folgerichtig die ersten beiden Sätze mit 25:21 und 25:19. „Wir waren in dieser Phase wirklich gut, aber Erfurt war noch nicht da. Es war klar, dass nach der Pause eine Reaktion kommen wird. Da hat uns ein bisschen Erfahrung gefehlt“, beschrieb Trainer Guillermo Gallardo was dann passierte.

Schnell lagen die Raben im dritten Satz mit 1:5 hinten, auch weil sich die Fehlerquote erhöhte. Zudem brachte die Einwechslung von Teresa Ziegenbalg bei den Schwarz-Weißen zusätzlichen Schwung. Erfurt zog das Tempo deutlich an und so mussten die Raben ein 15:25 quittieren. In Satz vier schien sich das Blatt zunächst zugunsten der Vilsbiburgerinnen zu wenden, doch auch eine 10:5-Führung brachte keine nachhaltige Sicherheit. Erfurt übernahm das Kommando, agierte wieder wesentlich stabiler und schaffte gegen die Aufsteigerinnen den Satzausgleich (18:25). Die Entscheidung musste also in einem echten Tie-Break-Thriller fallen. Bei den Raben lief jetzt immer mehr über die starke Amanda Cavalcanti , die Gäste kämpften sich nach einem 6:9 noch auf 13:13 heran, verloren dann aber die nächsten beiden Punkte und damit auch das Match. „Manchmal geht es ganz schnell. Ich nehme den Punkt gerne mit. Wir haben alles gegeben und wichtige Erfahrungen gesammelt“, bilanzierte Gallardo nach einem Auftaktmatch, das Lust gemacht hat auf mehr Bundesliga-Volleyball mit den Roten Raben.

Viel Zeit, um die Wunden zu lecken, bleibt den Raben nicht. Die „Thüringen Woche“ geht bereits am Dienstag weiter. Ab 19 Uhr (live bei Dyn) will die Mannschaft dann beim ersten Auftritt in der heimischen Ballsporthalle den Double-Siegerinnen vom VfB Suhl einen weiteren heißen Tanz liefern.

Rote Raben Vilsbiburg: Brodowski, Stiriz; Fernau, Kessler, Burbrink, Hatch, Clemente, Sertic de Pra, Cavalcanti, Ellis.
MVP: Lina-Marie Lieb / Amanda Cavalcanti
Zuschauer*innen: 736

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