„Medizincampus ist Meilenstein für Niederbayern“

CSU-Bezirksvorsitzender Scheuer begrüßt geplante Entscheidung der Staatsregierung – Chance in dezentralem Aufbau
Passau. „Die bevorstehende Gründung eines Medizincampus ist ein riesiger Meilenstein für den gesamten Wissenschafts- und Forschungsstandort Niederbayern – das ist Zukunft“, kommentiert der niederbayerische CSU-Bezirksvorsitzende Andreas Scheuer die Ankündigung der Bayerischen Staatsregierung, in der Kabinettssitzung am Dienstag die Medizinerausbildung auf den Weg zu bringen. Neben der Universität Passau sollen demnach in einem ersten Schritt die Kliniken Deggendorf, Landshut, Passau und Straubing eingebunden werden. „Gerade durch die dezentrale Struktur wird es viele Gewinner in der gesamten Region geben.“ Neben einem zusätzlichen Angebot zur Medizinerausbildung profitieren auch die Bürger in der gesamten Region durch die medizinische Aufwertung der Krankenhausstrukturen.
Passau als einziger Universitätsstandort im Bezirk kann mit einem besonderen Schwerpunkt rechnen: Passau bekommt das Zentrum für digitale Medizinausbildung und ist damit ein Eckpfeiler des Medizincampus. Passau wird damit zum Vorreiter einer innovativen Medizinerausbildung für die Zukunft. Insbesondere begrüßt Scheuer, dass die Forderung der CSU Niederbayern in einem ersten Schritt aufgenommen wurde, nämlich statt eines zentralen Uniklinikums auf die Kooperation von vier Klinikstandorten zu setzen. „Es ist aber in einem nächsten Schritt notwendig, dass möglichst alle Krankenhäuser und Fachkliniken im Regierungsbezirk Bestandteil des Medizincampus werden.“ Die sei auch ein wichtiger Schritt, um damit eine Schnittstelle für die Verbesserung der Landarztausbildung zu schaffen und die Zukunft der Häuser zu sichern.
Scheuer bedankt sich ausdrücklich beim ehemaligen Wissenschaftsminister Bernd Sibler, der das Konzept des Medizincampus Niederbayern zur Kabinettsvorlage maßgeblich vorbereitet hat. „Das Team Niederbayern der CSU steht geschlossen und das wirkt, wenn wir was erreichen wollen. Das heißt: Niederbayern-Power für den Aufbruch in die Zukunft“, so Scheuer. Alle CSU-Landtagsabgeordneten waren sehr aktiv an diesem Konzept beteiligt. Gemeinsam mit Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich wurde das Konzept der dezentralen Medizinerausbildung in Niederbayern forciert und im Miteinander ausgearbeitet. „Wenn wir Niederbayern wissen, was wir wollen und zusammenstehen, dann erreichen wir unsere Ziele.“ Die Liste der Neuansiedlungen und Standortentscheidungen in Niederbayern der letzten Jahre wird mit der Neugründung des Medizincampus um eine strukturpolitische Entscheidung länger, so Scheuer, der zugleich an die Gründung eines eigenen Polizeipräsidiums, den Ausbau der Technologtransferzentren, die Ansiedlung eines Verwaltungsgerichts, Neubau einer JVA und eines Polizeigebäudes in Passau, Gründung des Wasserstoffzentrums Pfeffenhausen, verschiedene Behördenverlagerungen, usw. erinnert.

