Kaufprämie für Plug-in-Hybride weiter ungeklärt
Förderdetails zu CO₂-Werten und Reichweite noch offen
Kaufprämie: Förderbedingungen für Hybrid-Autos weiter unklar
Stuttgart. Wer beim Kauf eines Plug-in-Hybrids auf die angekündigte neue Kaufprämie setzt, sollte derzeit noch abwarten. Nach Recherchen von auto motor und sport sind die von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) veröffentlichten Förderbedingungen weniger eindeutig als zunächst dargestellt. Insbesondere bei Hybridfahrzeugen bestehen noch offene Fragen.
Zwar wurde eine Kaufprämie zwischen 1.500 und 4.500 Euro für Plug-in-Hybride in Aussicht gestellt. Gefördert werden sollen jedoch nur Fahrzeuge mit einem CO₂-Ausstoß von maximal 60 Gramm pro Kilometer oder mit einer rein elektrischen Reichweite von mindestens 80 Kilometern. Unklar ist bislang,
auf welcher Grundlage der CO₂-Ausstoß bemessen wird.
Das Bundesumweltministerium konnte auf Anfrage nicht konkretisieren, ob der kombinierte WLTP-Wert maßgeblich ist oder der sogenannte WLTP-City-Wert. Während der kombinierte WLTP-Wert auch längere Fahrten mit dem Verbrennungsmotor berücksichtigt und die Grenze von 60 Gramm CO₂ pro Kilometer für viele Plug-in-Hybride kaum erreichbar wäre, fällt der CO₂-Ausstoß im Stadtverkehr aufgrund des höheren Elektroanteils in der Regel deutlich niedriger aus.
„Letzte Details des Programms werden nun im Zuge der Ausarbeitung der Förderrichtlinie festgelegt“, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Dazu gehöre auch die Festlegung der Bemessungsgrundlagen für CO₂-Emissionen und elektrische Reichweiten bei Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen. Die finalen
Förderbedingungen sollen bis Ende Februar 2026 vorliegen.
Bis zur Veröffentlichung der Förderrichtlinie sollten Autofahrer entweder mit dem Fahrzeugkauf warten oder ausschließlich Modelle bestellen, die die Mindestanforderung von mindestens 80 Kilometern rein elektrischer Reichweite sicher erfüllen. Grundlage hierfür sind die Herstellerangaben.
Quelle: auto motor sport 23.01.26

