Kämpferische Teamleistung sichert den zweiten Heimsieg
Baskets Vilsbiburg bezwingen München Basket mit 73:66
Mit Vince Garrett, Benjamin Heinrich, Max Fertl und Mike Theisinger mussten die Baskets am vergangenen Spieltag den Ausfall von gleich vier extrem wichtigen Spielern verkraften. Dank großem Kampfgeist, mannschaftliche Geschlossenheit und defensivem Einsatz kam das Team von Headcoach Jodi Kreutzer gegen München Basket vor rund 650 Zuschauern im Hexenkessel Ballsporthalle zu einem verdienten 73:66-Heimerfolg (39:30) Neben dem sportlichen Erfolg stand auch ein emotionaler Moment im Mittelpunkt: In der Halbzeitpause verabschiedeten die Baskets ihren langjährigen Spieler und ehemaligen Kapitän Josi Leierseder.
Von Beginn an machten die Vilsbiburger deutlich, dass sie die Punkte unbedingt in eigener Halle behalten wollten. Mit viel Energie in der Defensive setzten sie München früh unter Druck und nutzten die daraus entstehenden Chancen konsequent. Das erste Viertel entschieden die Gastgeber mit 24:15 für sich und legten damit den Grundstein für den Erfolg. Besonders die aggressive Verteidigung und die daraus resultierenden Ballgewinne halfen den Baskets, den Münchner Offensivrhythmus früh zu stören. Dadurch war auch der ein oder andere Dunking zu sehen, der die Ballsporthalle zum Beben brachte. Auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie intensiv. München fand nun besser ins Spiel, doch Vilsbiburg hielt dagegen und ging mit einem Vorsprung in die Halbzeitpause (39:30).

Diese gehörte allerdings nicht nur dem Basketball: Mit Josi Leierseder wurde eine echte Vereinslegende offiziell verabschiedet. Der ehemalige Kapitän stand insgesamt 16 Saisons für die Baskets auf dem Parkett und prägte den Verein über viele Jahre hinweg. Als verlässlicher Spieler und Führungspersönlichkeit war er Teil zahlreicher besonderer Momente der Baskets Geschichte.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel umkämpft. München versuchte, den Rückstand zu verkürzen, doch die Baskets fanden immer wieder die passende Antwort. Im dritten Viertel präsentierte sich Vilsbiburg offensiv treffsicher und erzielte 22 Punkte. Besonders Doppellizenzspieler Yusuf Sillah setzte in dieser Phase wichtige Akzente und steuerte acht Zähler bei. Gleichzeitig gelang es den Gastgebern, die Münchner Angriffe weiterhin mit viel Einsatz zu erschweren und den Vorsprung zu verteidigen (61:51).
Im Schlussviertel mobilisierten die Gäste noch einmal alle Kräfte und konnten den Abstand etwas verkürzen (66:63). Die Baskets ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Mario Petric (22 Punkte, davon 5 Dreier, 4 Rebounds, 4 Assists, 2 Steals) und Moritz Kraske (11 Punkte, 7 Rebounds, 3 Assists, 3 Steals) übernahmen in der entscheidenden Phase Verantwortung und erzielten jeweils fünf Punkte im letzten Abschnitt. Mit wichtigen Rebounds, konzentrierter Verteidigung und großem Zusammenhalt brachte Vilsbiburg den Vorsprung über die Zeit und machte den 73:66-Heimsieg perfekt.

„Es war ein Sieg, der uns sehr viel Selbstvertrauen gibt. Ohne vier extrem wichtige Spieler gegen ein abgezocktes Team aus München zu gewinnen, beweist, welches enormes Potenzial in unserer jungen Mannschaft steckt“, zeigte sich Headcoach Jodi Kreutzer nach der Partie stolz auf die Leistung seines Teams.
Lange Zeit zum Durchatmen bleibt den Baskets allerdings nicht. Bereits am kommenden Sonntag wartet mit dem letztjährigen Playoff-Rivalen die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Das Selbstvertrauen aus dem Erfolg gegen München soll dabei direkt mitgenommen werden.
„Wir werden diesen Rückenwind nutzen, um gegen unseren letztjährigen Playoff-Rivalen anzutreten, um nach 40 oder mehr Spielminuten als Sieger vom Feld zu gehen“, blickt Kreutzer kämpferisch auf die nächste Begegnung voraus.
Für die Baskets punkteten (Punkte/davon Dreier): Kraske Moritz (11), Sillah (8), Maier (3), Urbanke (7), Ouro-Djobo (4), Winter, DeGroot (8), DeJesus (6), Hörl, Schneider (4), Kraske Markus, Petric (22/5)

