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Bund der Steuerzahler zum Start der Haushaltswoche im Bundestag

Dieser Entwurf ist nicht etat- und beschlussreif!

Vor den morgen beginnenden Haushaltsberatungen erneuert der Bund der Steuerzahler (BdSt) seine Kritik am Entwurf 2025, auf den sich die Ampel-Spitze nach zähem Ringen Mitte August geeinigt hatte. BdSt-Präsident Reiner Holznagel bringt unseren Einwand auf den Punkt:

„Der Etat konnte nur mit haushaltsrechtlichen Kunstgriffen aufgestellt werden – diese sind aber in verfassungsrechtlicher Hinsicht sehr bedenklich. Deshalb halten wir den Etatentwurf 2025 in seiner jetzigen Form für nicht beschlussreif. Ein Aufbruchssignal, das Deutschland so dringend braucht, sieht anders aus. Der Haushaltssegen der Ampel hängt mächtig schief!“

Der BdSt hat das Zahlenwerk der Regierung unter die Lupe genommen: Vom ursprünglichen Konsolidierungskurs, der zu Beginn des Haushaltsaufstellungsverfahrens Anfang des Jahres ausgerufen wurde, ist weit und breit nichts zu sehen. Im Gegenteil: Statt des ursprünglich vereinbarten Etatvolumens von 452 Milliarden Euro, diskutieren wir nun über einen XXL-Etat von 489 Milliarden Euro. In Wirklichkeit umfassen die geplanten Ausgaben sogar weit mehr als 500 Milliarden Euro. Doch dieser Etat wird künstlich kleiner gerechnet:

  • Zinsausgaben: Es werden Ersparnisse bei den Zinsausgaben vorgegaukelt, weil die Ausgaben anders gebucht werden.
  • Bürgergeld: Zehn Prozent Einsparungen werden beim Bürgergeld angesetzt, die jedoch nicht unterlegt sind.
  • Ressorts: In fast jedem Ressort finden sich pauschale Einsparvorgaben, deren Umsetzung unklar ist.
  • Einnahmen: Hoffnungs-Posten ohne Klarheit über die tatsächlichen Einnahmen. Dies betrifft nicht nur den Bundeshaushalt, sondern auch das 100-Milliarden-Sondervermögen für die Bundeswehr und den Klima- und Transformationsfonds. Die sogenannten globalen Minderausgaben und globalen Mehreinnahmen machen zusammen mehr als 50 Milliarden Euro aus.
  • Schuldenbremse: Die Schuldenbremse wird riskant ausgereizt, indem klassische steuerfinanzierte Ausgaben als finanzielle Transaktionen deklariert und über Schulden finanziert werden, wie etwa die Aktienrente oder Darlehen an die Deutsche Bahn.

Fazit und Forderung von BdSt-Präsident Holznagel: „Die Ampel operiert mit vielen ungedeckten Schecks und spielt mit der Verfassung. Deshalb fordern wir: Der Bundestag muss das unsolide Zahlenwerk der Regierung in den kommenden Wochen neu aufsetzen! Ich erinnere daran, dass der Staat Rekordsteuereinnahmen verzeichnet, die in den nächsten Jahren weiter zulegen werden. An diesen Einnahmen muss sich die Politik orientieren – nicht an völlig überdimensionierten und deshalb unfinanzierbaren Wunschausgaben!“

Quelle: Bund der Steuerzahler

Der Bund der Steuerzahler ist ein gemeinnütziger, unabhängiger und parteipolitisch neutraler eingetragener Verein. Unsere Arbeit wird durch Mitgliedsbeiträge unserer freiwilligen Mitglieder und über zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung finanziert. Rund 200.000 Mitglieder und Spender unterstützen den Bund der Steuerzahler. Der Verband, der 1949 gegründet wurde, ist in 15 eigenständigen Landesverbänden organisiert, die gemeinsam den Bund der Steuerzahler Deutschland tragen.

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