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Vertriebenenverbände zeigen kulturelle Vielfalt beim Tag der Heimat

Kultur, Erinnerung und Forderung nach einem Haus der Heimat in Landshut

Alle an der Veranstaltung Beteiligten: v.l.n.r.: Werner Kloos, Damian Bednarzki, Kerstin Arz, Rudolf Schnur, Dr. Petra Loibl, Dr. Christian Knauer, Eduard Neuberger, Helene Hermann, Franz-Josef Prokosch, Josef Meier

Ein Teil der kulturellen Vielfalt – Vertriebenenverbände präsentierten sich auf Tag der Heimat

Die von den aus ihrer Heimat Vertriebenen mitgebrachte Kultur ist auch ein fester Bestandteil der kulturellen Vielfalt Landshuts. Dies wurde bei den Aufführungen zum Tag der Heimat am Samstag, 17. Januar 2026 im Pfarrheim St. Martin deutlich.

In den Redebeiträgen zu der vom Bund der Vertriebenen (BdV) Landshut initiierten Veranstaltung zeigte sich jedoch auch, dass die Landshuter Vertriebenenverbände weiterhin ein Haus der Heimat vermissen.

Erstmals seit Jahren fand in Landshut wieder ein Tag der Heimat statt. Die Veranstaltung stellte nicht nur die Kultur der Heimatvertriebenen in den Mittelpunkt, sondern stand zugleich für die gelungene Integration der Menschen, die nach dem Krieg in Landshut eine neue Heimat gefunden haben.

Besonders der Nachwuchs der Ortsgruppen derLandsmannschaft der Deutschen aus Russland unter ihrer Vorsitzenden Helene Hermann sowie der Siebenbürger Sachsen zeigte mit tänzerischen und musikalischen Darbietungen, dass die Kultur ihrer Vorfahren lebendig geblieben ist.

Beim gemeinsamen Singen alter deutscher Lieder wurde die Verbundenheit aller Landsmannschaften spürbar. Organisatorisch wirkten Franz-Josef Prokosch und seine Schlesier maßgeblich mit und sorgten unter anderem für das leibliche Wohl.

Auch von Kretschmar’s Backstube gespendete Torten trugen zum Gelingen der Veranstaltung bei.

BdV-Landesvorsitzender Christian Knauer sprach in der von Stadtrat Rudolf Schnur moderierten Veranstaltung vom Kulturgut der Heimatvertriebenen als einem wichtigen Teil des gesamtdeutschen Kulturguts. Knauer rief insbesondere den Nachwuchs dazu auf, die noch lebenden Vorfahren nach ihren Erinnerungen an die alte Heimat zu befragen und diese festzuhalten.

Der von ihm gezeigte Film „Wir dürfen nicht vergessen“ beleuchtete die Schicksale der deutschen Bevölkerung, die infolge des Krieges ihre Heimat verlassen musste.

Die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, MdL Dr. Petra Loibl, äußerte sich zu dem langjährigen Wunsch nach einem Landshuter Haus der Heimat zuversichtlich: Eine Lösung solle gemeinschaftlich gefunden werden. Ein solches Haus stehe politisch weit oben auf der Agenda. Trotz Sparzwangs im bayerischen Doppelhaushalt 2026/27 werde im Bereich der Aussiedler und Spätaussiedler nicht gekürzt.

Dr. Loibl bezeichnete die Vertriebenenverbände als wichtige Brückenbauer zwischen
Erinnerungskultur und Gegenwart. Die Jugend spiele dabei eine zentrale Rolle als Botschafterin.

Der Bezirksvorsitzende des BdV Niederbayern, Eduard Neuberger, hob hervor, dass der Verband vom persönlichen Einsatz und vom Miteinander lebe und für viele ein Stück Heimat sei.

Die Vorsitzende der Siebenbürger Sachsen in Deutschland und der Kreisgruppe Landshut, Kerstin Arz, betonte, dass sich Heimat durch Dialog und generationenübergreifenden Austausch weiterentwickle.

Für ihr langjähriges Engagement wurden Margot Geiger und Hans J. Kupke mit Ehrenurkunden ausgezeichnet.

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