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Fahrgäste tagten im Landratsamt

Im großen Sitzungssaal des Landratsamtes Landshut fühlen sich die Mitglieder des LAVV-Fahrgastbeirats schon fast heimisch und trafen sich dort zur 5.Sitzung seit dem Entstehen dieses Gremiums im Juli 2021.
Zuerst informierte die Geschäftsleitung aus erster Hand. Dr. Christoph Häusler erklärte, wie Schritt für Schritt auch für unsere Region die Fahrgastinformation digital-elektronisch verbessert wird. Ein ganz großer Erfolg ist die bevorstehende Integration der Fahrpläne in Google Maps. Dies wird die Nutzung des Bussystems deutlich vereinfachen. Der LAVV-Fahrgastbeitrat hatte diese Maßnahme vorgeschlagen und freut sich auf diesen Quantensprung. Der LAVV wird insofern auf Augenhöhe mit den großen Verbünden sein. Auch die Einführung eines LAVV-Handy-Tickets wird derzeit vorbereitet. Dies beinhaltet sowohl Informationen über den Fahrplan und vorhandene Sharing-Angebote (Leihrad, Leihauto, Bedarfsverkehr) sowie das Buchen und Bezahlen auch mehrerer unterschiedlicher Tickets. Bei der Auswahl eines Systems geht es vor allem darum, dass es zukunftsfest ist und möglichst viele Funktionen miteinander verbindet. Es soll auch für neue Möglichkeiten problemlos erweitert werden können.
Aufgabe des Fahrgastbeirats ist die Kommunikation über Schwachstellen beim Busverkehr in unserer Region. Außerdem wird immer nach Ideen gesucht, wie bzw. mit welchen Verbesserungen neue Fahrgäste gewonnen und zum Einsteigen motiviert werden kann. Manches Angebot ist nicht neu, wie das „Christkindlticket“ an den Adventssamstagen. Es ist gar kein richtiges Ticket, sondern dieses Jahr nochmals ganz einfach die kostenlose Fahrtmöglichkeit an diesen vier Tagen. Leider sind diese für die Landkreisbewohner sehr beschränkt. Auch an anderer Stelle gibt es noch Verbesserungsbedarf. So wird gemeinsam überlegt, wie Schülerinnen und Schülern in Zukunft ein attraktives Angebot für die Sommerferien gemacht werden kann, weil im August die üblichen Monatskarten nicht gelten.
Ungewiss ist, wie sich die geplante Einführung eines 49-Euro-Deutschland-Tickets im Bereich des LAVV auswirken wird. Einem günstigen Fahrpreis folgen nicht automatisch mehr Fahrtmöglichkeiten, so lange die Finanzierung nicht gesichert ist. Bleibt die Frage, wie sich bessere Verbindungen in einem reinen Tarifverbund mit selbständigen Verkehrsunternehmen überhaupt umsetzen lassen und wie weit die öffentliche Hand dies zusätzlich finanzieren kann.

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