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Die Teufelsbrücke ist fertig

Oberbürgermeister Alexander Putz eröffnete am Montag offiziell das neue Bauwerk

Bei der offiziellen Eröffnung der Teufelsbrücke (von links): Michael Eberhardt, Firma Eberhardt, Markus Huber, Leiter Tiefbauamt, Bausenatsmitglied Lothar Reichwein, Margit Urban, Leiterin Stadtgartenamt, Bausenatsmitglied Kirstin Sauter, Peter Weber, Planungsbüro Igl, Putz und Partner, und Oberbürgermeister Alexander Putz.

„Es ist der beliebteste Weg der Bürgerinnen und Bürger auf den Hofberg und der einzige, ohne Treppen“, stellte Oberbürgermeister Alexander Putz bei der offiziellen Eröffnung der Teufelsbrücke am Montagnachmittag fest. Dies bestätigten auch die ersten Passanten, die die Brücke sogleich nutzten. Nach rund sechs Monaten Bauzeit ist die neue, rund 50 Meter lange Teufelsbrücke nun fertig.

Es ist ein Bauwerk mit langer Geschichte. Als der Hofgarten Mitte des 19. Jahrhunderts zum städtischen Park wurde, legte man den Serpentinenweg vom Prantlgarten zum heutigen Stadtblick an. Weil Hangrutsche den Weg oft unpassierbar machten, sicherte man 1878 die Felspartie durch einen hölzernen Gebirgssteg nach alpinem Vorbild. Zum Bau wurden eigens gebirgserfahrene Arbeiter aus dem Forstamt Tegernsee nach Landshut geholt. Nach mehr als hundert Jahren war die Brücke aber trotz regelmäßiger Unterhaltsaufwendungen so stark angegriffen, dass Ausbesserungsmaßnahmen nicht mehr ausreichten. Der hölzerne Steg war so marode geworden, dass er im Frühjahr 2022 gesperrt werden musste. Hinzu kamen noch heutige Sicherheitsanforderungen, weshalb die Entscheidung für einen soliden Neubau fiel.

Als „ein kompliziertes Bauwerk“ bezeichnete Oberbürgermeister Alexander Putz die Teufelsbrücke. Stellte die Baustelle doch spezielle Herausforderungen an die beteiligten Firmen. Aufgrund der Lage mitten im Hofgarten war sie nicht mit normalen Baufahrzeugen zugänglich, weshalb ein Schreitbagger zum Einsatz kam. Um die neue Brücke den schwierigen Bodenverhältnissen anzupassen, entschied man sich für Tiefgründungen. Für den Transport und die Montage der Stahlunterkonstruktion wurden die Einzelteile mit einem Hubschrauber befördert. Oberbürgermeister Putz zitierte aus einem Gespräch mit Tiefbauamtsleiter Markus Huber, der die „millimetergenaue Planung des Ingenieurbüros“ gelobt hatte. Das Geländer und der Belag sind wie früher aus Holz. Um die Rutschgefahr für Fußgänger zu vermindern, sind Epoxidharz-Querbänder in den Belag eingearbeitet. Die neue Teufelsbrücke ist mit 54 Mikropfählen mit einer Gesamtlänge von rund 200 laufenden Metern gegründet. „Jetzt haben wir eine stabile Stahlunterkonstruktion mit Holzbelag und Holzgeländer, so dass auch der Denkmalschutz zustimmen kann, denn der gesamte Hofgarten ist ein Naturdenkmal.“

Oberbürgermeister Putz dankte dem Planungsbüro, den ausführenden Firmen und den Mitarbeitern der Verwaltung. „Das ist keine alpine Wegbefestigung mehr, sondern ein richtiges Brückenbauwerk für Fußgänger“, betonte der Rathauschef. Mit 650.000 Euro – die reinen Baukosten betragen 500.000 Euro – blieb das Bauwerk im Kostenrahmen.

Sechs Monate betrug die reine Bauzeit, aus Artenschutzgründen musste der Großteil der Arbeiten im Winterhalbjahr erfolgen. Baubeginn war im November 2023, später als ursprünglich geplant, da erneut ausgeschrieben wurde, was zu deutlichen Einsparungen führte. Zu erreichen ist die Teufelsbrücke wegen der Burghang-Sanierung über den Eingang Kolpingstraße.

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