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Biogasanlage aus textilen Materialen am Agrarbildungszentrum

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich informierte sich über Verbundprojekt für landwirtschaftliche Betriebe

 
Landshut-Schönbrunn. Anfang Februar fand an der Landmaschinenschule Landshut-Schönbrunn ein Informationsaustausch zum Bau einer Biogasanlage aus textilen Materialien statt. Projektkoordinator Prof. Dr. Josef Hofmann von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut, gab Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und den beteiligten Projektpartnern Einblick in das vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) geförderte Verbundprojekt. Der Beginn des Probebetriebs, der unter der Leitung von Prof. Hofmann entwickelten Demonstrationsbiogasanlage für kleinere und mittlere landwirtschaftliche Betriebe, ist für Juni geplant. Ab Juli könnte laut Hofmann dann der Regelbetrieb auf dem Gelände des Agrarbildungszentrums starten.
 
Die entwickelte Biogasanlage wandelt vorhandene landwirtschaftliche Reststoffe, wie z.B. Rinderfestmist, Rinder- und Schweinegülle als Substrat zu Biogas und Dünger um. Vorhandener Festmist sowie die Jauche aus dem Rinderstall (Biobetrieb mit ca. 60 Großvieheinheiten (GV) Mutterkuh und Mastbullenhaltung) des landwirtschaftlichen Lehrgutes des Bezirks Niederbayern werden dafür verwendet. Aufgrund der biologischen Bewirtschaftung des Lehrgutes dürfen in der Demonstrationsanlage (geplantes Fermentervolumen ca. 150 m³) keine Fremdsubstrate von außerhalb des Betriebs verwendet werden. Hauptziel ist es, die Herstellungs- und Betriebskosten für kleine Hofbiogasanlagen gegenüber bestehenden Anlagen vergleichbarer Größe (30 bis 75 kW elektrische Leistung) deutlich zu reduzieren.
 
Der Bezirk Niederbayern unterstützt das Forschungsvorhaben und erhofft sich daraus auch Erkenntnisse für den Einsatz von Biogasanlagen in bezirklichen Einrichtungen. „Sollte die Anlage sich bewähren ist zu prüfen, ob sie nach Abschluss des Forschungsprojekts im Agrarbildungszentrum verbleiben kann“, so Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. Er schlug im Rahmen des Ortstermins vor, auch den Einsatz von Biogasanlagen im Gutshof des Bezirks in Mainkofen und im Fischereilichen Lehr- und Beispielsbetrieb in Lindbergmühle zu prüfen.
 
Der Bezirk Niederbayern:
Mit den anderen sechs bayerischen Bezirken bildet der Bezirk Niederbayern die dritte kommunale Ebene. Das Bezirksgebiet umfasst neun Landkreise, drei kreisfreie Städte und eine Große Kreisstadt. Die Kernaufgaben umfassen die Bereiche Soziales, Gesundheit, Kultur- und Heimatpflege, Bildung und Jugend sowie die Fachberatung für Fischerei. Als überörtlicher Träger der Sozialhilfe unterstützt der Bezirk Pflegebedürftige, Senioren und Kranke sowie Menschen mit Behinderungen, die auf Hilfeleistungen angewiesen sind. Mit dem Bezirksklinikum Mainkofen sowie den Bezirkskrankenhäusern Landshut, Straubing und Passau sichert der Bezirk die psychiatrische Versorgung Niederbayerns. Der Bezirk Niederbayern ist auch ein wichtiger Arbeitgeber in der Region: Insgesamt sind für den Bezirk und seine Einrichtungen rund 3.000 Mitarbeiter tätig. Dazu gehören neben den Bezirkskrankenhäusern auch schulische Einrichtungen wie das Institut für Hören und Sprache in Straubing sowie das Agrarbildungszentrum Landshut-Schönbrunn.
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