
Wann? Dienstag, 18. 10. 2022, 14.00 bis 16.00 Uhr
Wo? Landshuter Netzwerk, Bahnhofplatz 1A, 84032 Landshut
Sehr geehrte Damen und Herren,
zur obigen Podiumsdiskussion laden wir Sie sehr herzlich ein. Auf dem Podium sitzen:
Frau Müller, MdL, SPD
Frau Rosi Steinberger, MdL, Bündnis 90/Die Grünen
Frau Martina Hammerl, Bezirksrätin, CSU
Frau Eva-Christina Draeger, Leitung Geschäftsstelle Gesundheitsregion Plus Landshut
Herr Franz Wölfl, Seniorenbeirat Landshut
Frau Ulrike Sölch, Leiterin der Berufsfachschule für Pflege der VhS Landshut
Frau Gabriele Schmidt, Leitung Zentrum für Betreuung und Pflege Curanum Landshut
Herr Bitzinger, Heimleitung St. Jodok Stift
Herr Philipp Buchta, Geschäftsleitung AWO Kreisverband Landshut e. V.
Frau Hirschberger, Heimaufsicht der Stadt Landshut
Meine Damen und Herren, stellen Sie sich vor: Sie sind Ende 80, wohnen in einem Pflegeheim, Sie sitzen im Rollstuhl, müssen dringend auf die Toilette, Sie klingeln: es dauert und dauert bis eine Pflegerin oder ein Pfleger kommt und Ihnen auf die Toilette hilft. Oder: Sie wohnen zu Hause, können sich alleine nicht mehr waschen und anziehen, der Pflegedienst wollte gegen 08.00 Uhr kommen, jetzt ist es 12.00 Uhr und er ist immer noch nicht da. Das sind Situationen, die man sich als Pflegebedürftiger nicht wünscht. Eine der Ursachen für derart prekäre Situationen ist der (Fach)kräftemangel in der Altenpflege.
Keiner von uns möchte eine der geschilderten Situationen täglich erleben. Es ist daher dringend erforderlich, dem Fachkräftemangel in der Altenpflege zu Leibe zu rücken. Mit Ankündigungen, wie sie seit Jahren immer wieder zu hören und lesen sind, ist es nicht getan. Wir alle sind gefordert, nach Lösungen zu suchen. Die Behebung des Fachkräftemangels in der Altenpflege ist ein gesamtgesellschaftliches Problem.
Auch die Kommunen müssen ihren Beitrag leisten. Niemand fordert, dass die Kommunen Pflegefachkräfte anstellen müssen und dann bei Bedarf an Altenpflegeheime oder ambulante Pflegedienste als „Springer“ ausleihen. Aber die öffentliche Wohlfahrtspflege, worunter auch die Altenhilfe zu subsumieren ist, ist nun einmal eine Aufgabe im eigenen Wirkungskreis der Kommunen. Sie müssen daher mit auch unkonventionellen Maßnahmen mit dazu beitragen, den Fachkräftemangel zu beheben.

