Kunst und Kultur

Tag des offenen Ateliers: Pröckl besucht vier Landshuter Künstler

Susanne Brand-Seidel, Helmut Seidel, Dagmar Pachtner, Andreas Hupp und Peter Litvai öffnen Einblicke

Kunst erleben und Künstler kennenlernen

Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl besuchte am Tag des offenen Ateliers vier Ateliers in Landshut

Landshut. Kunst aus nächster Nähe erleben, mit den Kunstschaffenden ins Gespräch kommen und Einblicke in ihre Arbeitsweise gewinnen: Dazu lud der Tag des offenen Ateliers am 11. Oktober ein. Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl nutzte gemeinsam mit Patricia Steinberger, 2. Bürgermeisterin der Stadt Landshut, und Bezirkstagskollegin Martina Hammerl die Gelegenheit, vier Ateliers im Landshuter Stadtgebiet zu besuchen und sich ein Bild von der Vielfalt der regionalen Kunstszene zu machen.

Im gemeinsamen Atelier von Susanne Brand-Seidel und Helmut Seidel treffen unterschiedliche künstlerische Ansätze aufeinander. Die Goldschmiedin, Schmuckkünstlerin und Fotografin Susanne Brand-Seidel präsentierte Cyanotypien, deren Ergebnisse je nach Licht und Verarbeitung variieren. Auch in ihrem Schmuck gibt sie Fundstücken und alten Materialien eine neue Bedeutung – etwa Porzellanscherben oder Knöpfen aus einer Kiste ihrer Urgroßmutter.

Helmut Seidel zeigte Zeichnungen nach Fotografien, die ihn besonders beschäftigen. Seine Arbeiten entstehen häufig mit Kugelschreiber. Kugelschreiberarbeiten erstellt er mit der rechten Hand, alles andere mit links, erzählte Seidel. Besonders verbunden ist er mit seinen Motiven aus dem nordwestirischen Sligo, betonte er.

Dagmar Pachtner gab in ihrem Atelier Einblicke in ihre Bildserie „Beyond“, in der sie Fotografien des Ozeans digital verfremdet, ohne deren ursprünglichen Charakter aufzugeben. Eine Videoinstallation widmete sie zudem der Erinnerungskultur und den Opfern des Nationalsozialismus.

Der Bildhauer Andreas Hupp zeigte ausdrucksstarke Skulpturen aus Lindenholz – von skizzenhaft-rohen, lebensnahen Gestalten bis hin zu filigranen Miniaturen. Fotograf Peter Litvai präsentierte atmosphärische Architekturfotografien, die auch verborgene Orte wie das frühere Stadttheater im Bernlochner in den Blick nehmen. Eine Serie aus 66 Fotos von Händen erinnerte zudem an Begegnungen beim Tag des offenen Ateliers 2024.

„Die Vielfalt der Arbeiten hat mich beeindruckt – wobei dies nur ein kleiner Ausschnitt der Bildenden Kunst in Niederbayern war“, sagte Dr. Pröckl. „Umso wichtiger ist der Tag des offenen Ateliers: Er macht das Schaffen der Künstlerinnen und Künstler in unserer Region für die Öffentlichkeit sichtbar.“

 

Mehr anzeigen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"