Baskets Vilsbiburg müssen sich zum Saisonauftakt geschlagen geben
Kreutzer-Team zeigt starke Moral bei 93:106-Niederlage in Ansbach
Die Baskets Vilsbiburg sind mit einer 93:106-Niederlage bei den hapa Ansbach Piranhas in die neue Saison der 1. Regionalliga Südost gestartet. Das Ergebnis fiel dabei am Ende deutlicher aus, als es der Spielverlauf über weite Strecken vermuten ließ. Vor allem die kämpferische Leistung der Baskets verdient Anerkennung: Ohne ihren US-Boy Vince Garrett, der in Ansbach nicht zum Einsatz kam, stemmte sich die Mannschaft von Headcoach Jodi Kreutzer über lange Zeit gegen die körperlich starken Gastgeber und zeigte großen Zusammenhalt.
Von Beginn an entwickelte sich in der Weinberghalle eine intensive Begegnung. Die Baskets hielten gegen das erfahren besetzte Ansbacher Team gut dagegen und fanden offensiv immer wieder Lösungen. Mattis Urbanke erwischte dabei einen starken Abend und war mit 18 Punkten einer der erfolgreichsten Vilsbiburger. „Wir haben heute gesehen, dass wir auch ohne Vince als Team funktionieren können. Natürlich fehlt uns mit ihm eine wichtige Qualität, aber die Jungs haben Verantwortung übernommen und füreinander gekämpft. Genau diese Einstellung möchte ich sehen“, zeigte sich Headcoach Jodi Kreutzer nach der Partie mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft zufrieden.
Im ersten Viertel begegneten sich beide Teams zunächst auf Augenhöhe. Die Baskets ließen sich von der körperlichen Spielweise der Gastgeber nicht beeindrucken und blieben offensiv gefährlich (22:28).
Im zweiten Abschnitt nutzen die Ansbacher ihre Chancen konsequenter und setzte sich erstmals deutlicher ab. Die Baskets hielten jedoch dagegen und verhinderten, dass die Partie bereits früh entschieden wurde. Petric, der am Ende auf 23 Punkte kam, hielt sein Team in dieser Phase immer wieder im Spiel (44:53). „Wir hatten im zweiten Viertel ein paar Minuten, in denen wir Ansbach zu viel Raum gegeben haben. Trotzdem haben wir uns nicht hängen lassen. Das war heute eine unserer größten Stärken: Wir sind immer wieder zurückgekommen und haben weiter an uns geglaubt“, analysierte Kreutzer.

Nach der Pause erhöhte Ansbach den Druck nochmals. Die Gastgeber fanden nun häufiger den Weg zum Korb und konnten ihren Vorsprung ausbauen. Vilsbiburg musste viel investieren, blieb aber kämpferisch voll auf der Höhe. Benjamin Heinrich setzte in dieser Phase wichtige Akzente und kam insgesamt auf 16 Punkte. Auch Mattis Urbanke blieb eine konstante offensive Option und trug mit seinen 18 Zählern maßgeblich dazu bei, dass die Baskets trotz des Rückstands weiter an ihre Chance glaubten (65-79).
Im Schlussviertel schien Ansbach die Begegnung endgültig unter Kontrolle zu bekommen. Doch die Baskets zeigten nochmals eindrucksvoll ihre Moral. Mit viel Energie kämpfte sich die Mannschaft zurück und verkürzte den Rückstand zwischenzeitlich wieder deutlich (93-100). Max Fertl setzte mit seinen 11 Punkten offensive Akzente. Am Ende reichte die Aufholjagd allerdings nicht mehr aus. Ansbach brachte den Vorsprung über die letzten Minuten und sicherte sich den 106:93-Erfolg.
„Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir heute ohne Punkte nach Hause fahren. Aber ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf bezüglich der Einstellung machen. Wir haben gekämpft, wir haben uns auch in schwierigen Phasen nicht aufgegeben und bis zum Schluss versucht, das Spiel noch zu drehen. Darauf können wir aufbauen“, so Jodi Kreutzer.
Trotz der Niederlage nehmen die Baskets damit wichtige Erkenntnisse aus ihrem Saisonauftakt mit. Diese will man am kommenden Samstag beim ersten Heimspiel der Saison direkt in etwas Zählbares verwandeln.
Für die Baskets punkteten (Punkte/davon Dreier):
Fertl (11/3), Kraske Mo (4), Theisinger (4/1), Maier (8), Urbanke (18/2), Winter (7/1), DeGroot (2), Schneider, Kraske Ma, Heinrich (16/3), Petric (23/5)

