Klima- und Umweltpreis 2026 geht an Cineplex und Gymnasium Ergolding
Beide Preisträger erhalten für ihre Projekte jeweils 1.500 Euro

Die Sieger des Landshuter Klima- und Umweltpreises 2026.
Es ist eine Auszeichnung, mit der Engagement und Ideenreichtum von Personen, Institutionen oder Firmen gewürdigt wird, es ist aber auch eine Auszeichnung, die Strahlkraft hat auf die Menschen in der gesamten Region. Sie soll Personen, Institutionen, Vereine und Firmen sensibilisieren, sich in den Klima- und Umweltschutz mit Fantasie und Tatkraft einzubringen. Die Rede ist vom Landshuter Klima- und Umweltpreis, der gemeinsam vom Landshuter Umweltzentrum e.V. (LUZ) und dem Bürger für Landshut e.V. (BfL) verliehen wird. Am Donnerstag, 24. September war im Rahmen einer Feierstunde Preisübergabe in der Mensa der Hochschule Landshut. Über ein Preisgeld von je 1.500 Euro können sich die Geschäftsführung des Cineplex in Vilsbiburg und die Schüler des P-Seminars „Pimp a Bike“ am Gymnasium Ergolding freuen.
Es waren eine ganze Reihe von Projekten, die für die Verleihung des Klima- und Umweltpreises 2026 eingereicht worden waren. Alle Projekte wurden nach einheitlichen Kriterien bewertet und doch stand die Priorisierung für die Jury unter einer zentralen Fragestellung: Was ist der Gewinn für Klima, Umwelt und die Menschen, wie das Projekt umsetzbar und nachahmbar. Dies verdeutlichte der Sprecher der Jury, Matthias Groher, selbst Leiter des Instituts Neue Mobilität in Sulzbach-Rosenberg. Gemeinsam mit den beiden weiteren Juroren Dipl.-Ing. Ing.-Päd. M.Eng. Uwe Schreiner aus Minden und Dr.-Ing. Christian Dialer aus Emmering hatte er die Begutachtungen vorgenommen. Aufgrund der Vielfältigkeit der eingereichten Projekte, so Groher, sei die Entscheidungsfindung diskursiv, aber immer mit einem einheitlichen Ergebnis verlaufen. Dabei sei es immer um die Menschen gegangen und um die Würdigung deren Engagements. Die beiden ausgezeichneten Konzepte seien durch unterschiedliche Herangehensweisen, gleichwohl durch ähnliche Grundideen geprägt.
Mehr Energie-Autarkie
Die erste prämierte Maßnahme ist die Ertüchtigung des Cineplex-Kinos in Vilsbiburg unter Umweltgesichtspunkten. Mit einer Reihe von Einzelmaßnahmen konnte eine energetische Autarkie von 42 Prozent erreicht werden. Wie Junior-Geschäftsführer Andreas Fläxl, auch für seinen Vater Paul Fläxl, erläuterte, habe man, angefangen bei Strom, Heizung, Mobilität, die Bereiche umweltfreundlich gestaltet. Realisiert worden seien Austausch des Gasbrenners durch Luft-Wasser-Wärmepumpe für Kühlen und Heizen, digitale und stufenlose Lüftungssteuerung, Laserprojektion, Erweiterung der PV-Anlage, Batteriespeicher, LED-Beleuchtung im Foyer, Elektrifizierung der Firmenflotte, Wallboxen. Wie Fläxl betonte, wird das Kino in der vierten Generation betrieben.
Mehr Eleganz
Prämiert wurde weiters ein P-Seminar der elften Klasse des Gymnasiums Ergolding. Unter Anleitung von Lehrerin Kathrin Schoßer und Unterstützung von Klaus Sterl von der Farben- und Lackfirma MIPA SE verwandelten 15 Schülerinnen und Schüler ein bei Kleinanzeigen erstandenes Tandem in ein mittelalterliches Rad mit Ritterlanze. Die Inspiration zu diesem Endprodukt kam durch den Heimatbezug zur Stadt Landshut und zur Landshuter Hochzeit. In zahlreichen Arbeitsschritten, die sich ein ganzes Schuljahr hinzogen, entstand aus einem schrottreifen Gefährt ein elegantes Schmuckstück, das sowohl beim Landshuter Altstadtfest als auch in einem Oberpaur-Schaufenster ausgestellt worden war. Wie Schulleiter Dr. Ewald Bichler bekanntgab, wurde es schließlich für 1.650 Euro für einen wohltätigen Zweck versteigert.
Die Grußworte
Vorausgegangen waren der Prämierung Grußworte vom Initiator des Umweltpreises Stadtrat Rudolf Schnur, Hochschulkanzler Dr. Johann Rist, Drittem Bürgermeister Hans-Peter Summer und Landrat Alfred Holzner. Schnur verdeutlichte, dass mit diesem seit 2006 vergebenen Preis in Stadt und Umland privates Engagement gewürdigt und herausgestellt werden soll. Es solle ein Mitmacheffekt hervorgerufen werden. Dr. Rist stellte Hochschulbetrieb, Forschung und Lehre vor. Es werde auch an Wasserstoff-Technologien gearbeitet. Summer unterstrich, 20 Jahre Klima- und Umweltpreis bedeute die Würdigung bürgerlichen Engagements und gesellschaftlicher Beteiligung. Der Preis solle auch eine Wirkung in der Öffentlichkeit entfalten. Holzner sah den Klima- und Umweltschutz nicht nur als eine Aufgabe von Politik und Verwaltung, sondern solle in unserem Leben an allen Ecken und Enden stattfinden.
Die ehrenamtliche Organisation
Durch den Abend hatten die BfL-Vorsitzenden Cornelia Bauer und Stefanie Möller geführt, die für diese Preisverleihung die gesamte Organisation erstmalig übernommen hatten und diese Herausforderung mit Bravour bestanden. Die BfL sind nach einer Satzungsänderung keine Wählergemeinschaft mehr, sondern ein gemeinnütziger Verein, bei dem Soziales und Umwelt im Vordergrund steht. Musikalisch umrahmte den Abend ein Duo der Städtischen Musikschule unter Leitung von Peter Papritz.





