Die Bayerische Staatsregierung hat ihre Unterstützung für die Bewerbung Münchens um die Olympischen und Paralympischen Spiele bekräftigt und zugleich das Ziel unterstrichen, Bayern dauerhaft als Austragungsort internationaler Sportgroßveranstaltungen zu stärken. Eine wichtige Entscheidung steht bereits bevor: Am 26. September 2026 entscheidet die außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Baden-Baden über den deutschen Bewerbungsstandort.
Nach Angaben der Staatsregierung ist die Bewerbung Münchens weit mehr als ein reines Sportprojekt. Sie soll Impulse für Wirtschaft und Tourismus, Technologie, Innovation und Forschung, moderne Infrastruktur, Ehrenamt sowie Breiten- und Leistungssport setzen. Auch Inklusion, gesellschaftliche Teilhabe und der Zusammenhalt sollen davon profitieren.
Besonders hervorgehoben wird das kompakte Bewerbungskonzept. Rund 90 Prozent der Wettkampfstätten liegen innerhalb eines Radius von weniger als 30 Kilometern. Das olympische Erbe von 1972 soll dabei konsequent genutzt werden. Der Olympiapark bildet das Herzstück des Konzepts. Viele der bestehenden Sportstätten sind seit mehr als 50 Jahren in Betrieb und sollen nicht neu gebaut, sondern modernisiert und barrierefrei gestaltet werden.
Auch das sogenannte One-Village-Konzept spielt eine zentrale Rolle. Erstmals sollen auch die Fußballteams im Olympischen Dorf untergebracht werden. Zudem ist vorgesehen, dass sämtliche Athletinnen und Athleten während der gesamten Dauer der Spiele dort bleiben können.
Die Staatsregierung verweist außerdem auf den breiten Rückhalt für die Bewerbung. Beim Bürgerentscheid im Oktober 2025 stimmten 66,4 Prozent der Münchnerinnen und Münchner für Olympia. Die Wahlbeteiligung lag bei 42 Prozent.
Unabhängig von der Olympiabewerbung sollen in den kommenden Jahren weitere internationale Sportgroßereignisse nach Bayern geholt werden. Dazu gehören die Handball-Weltmeisterschaft der Männer 2027 in München, die Baseball-Europameisterschaft 2027 in Regensburg und München sowie die Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2029 in München.
Für weitere Veranstaltungen laufen derzeit noch Bewerbungsverfahren. Dazu zählen der World Triathlon Cup 2027 und 2028 in München, das Champions-League-Finale der Männer 2028 sowie eine Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2029 oder 2031 in München. Außerdem stehen die Junioren-Weltmeisterschaft im Bobfahren 2027 und die Rennrodel-Weltmeisterschaft 2028 in Berchtesgaden/Königssee sowie die Nordische Ski-Weltmeisterschaft 2031 in Oberstdorf in Aussicht.
Nach Auffassung der Staatsregierung stärken solche Veranstaltungen den Sportstandort Bayern, setzen wirtschaftliche und gesellschaftliche Impulse und verbessern die internationale Wahrnehmung des Freistaats. Gleichzeitig sollen sie Menschen aller Altersgruppen für Sport begeistern und Gemeinschaft sowie Ehrenamt stärken.
Quelle: Bericht aus der Kabinettssitzung der Bayerischen Staatsregierung vom 8. September 2026 (Bayerische Staatskanzlei). Eigene redaktionelle Zusammenfassung.

