Strategiewechsel bei Behörden: Bayern setzt künftig auf „Mieten statt Bauen“
Freistaat will schneller und effizienter werden – eigene Bauprojekte nur noch in Ausnahmefällen
München. Die Bayerische Staatsregierung verfolgt bei der Unterbringung staatlicher Behörden künftig verstärkt den Grundsatz „Mieten statt Bauen“.
Ziel des neuen Ansatzes ist es, vorhandene Flächen und Gebäude effizienter zu nutzen und Anmietungen grundsätzlich als Regelfall vorzusehen. Stehen für den staatlichen Bedarf keine geeigneten Flächen im eigenen Bestand zur Verfügung, soll verstärkt auf Angebote des Immobilienmarktes zurückgegriffen werden.
Nach Angaben der Staatsregierung sollen im Vergleich zu eigenen Baumaßnahmen Zeit und Ressourcen eingespart werden. Das Konzept soll schnelle Handlungsfähigkeit und mehr Effizienz gewährleisten – insbesondere bei regelmäßig anfallendem Flächenbedarf wie etwa Büroflächen für Behörden.
In Ausnahmefällen will der Freistaat weiterhin selbst bauen. Dies betrifft insbesondere herausragende Projekte oder Spezialbauten, beispielsweise Justizvollzugsanstalten.
Einordnung: Mit der strategischen Neuausrichtung reagiert die Staatsregierung nach eigenen Angaben auf steigende Anforderungen an Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und Flächenmanagement im staatlichen Immobilienbereich.
Quelle: Bericht der Bayerischen Staatsregierung zur Kabinettssitzung unter Leitung von Ministerpräsident Markus Söder

