TechnikVerkehr

70 Jahre Licht-Test: Mehr als jeder vierte Pkw mit Beleuchtungsmängeln

Automobilclub KS e.V. ruft im Oktober zum kostenlosen Licht-Check auf

Seit 70 Jahren sorgt der Licht-Test der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) dafür, dass Autofahrerinnen und Autofahrer sicherer durch die dunkle Jahreszeit kommen. Der Automobilclub KS e.V. empfiehlt deshalb, die Fahrzeugbeleuchtung im Oktober überprüfen zu lassen.

Die Zahlen zeigen, wie wichtig der regelmäßige Check ist: Beim bundesweiten Licht-Test 2025 wiesen 27,8 Prozent der überprüften Pkw Mängel an der Beleuchtung auf. Bei 19,7 Prozent waren die Hauptscheinwerfer nicht in Ordnung. 9,5 Prozent der Fahrzeuge hatten zu hoch eingestellte Scheinwerfer, wodurch der Gegenverkehr geblendet werden kann. Bei 8,5 Prozent war die Einstellung zu niedrig, was Reichweite und Ausleuchtung der Fahrbahn einschränkt. Die rückwärtige Beleuchtung war bei 10,1 Prozent der Pkw mangelhaft.

„Besonders problematisch sind falsch eingestellte Scheinwerfer. Wer andere blendet, gefährdet den Gegenverkehr. Wer Fahrbahn und Umgebung zu wenig weit ausleuchtet, erkennt Hindernisse, Fußgänger oder Radfahrer möglicherweise zu spät. Beides lässt sich häufig durch eine einfache Kontrolle vermeiden“, erläutert Isabella Finsterwalder, Pressesprecherin des Automobilclub KS e.V.

Licht-Check im gesamten Oktober kostenlos

Mit den kürzer werdenden Tagen steigt die Bedeutung einer funktionierenden Fahrzeugbeleuchtung. Dämmerung, Dunkelheit, Regen und Nebel können die Sicht zusätzlich einschränken. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten deshalb prüfen, ob Leuchten verschmutzt oder beschädigt sind.

Ob die Beleuchtung tatsächlich einwandfrei funktioniert, kann im Oktober bei teilnehmenden Kfz-Fachbetrieben, Innungswerkstätten sowie Prüforganisationen wie DEKRA oder TÜV kostenlos überprüft werden. Ein Termin ist meist nicht notwendig.

Der Licht-Test ist grundsätzlich kostenlos. Lediglich notwendige Ersatzteile sowie umfangreiche Diagnose- und Einstellarbeiten können kostenpflichtig sein.

70 Jahre Verkehrssicherheitsaktion

Die bundesweite Verkehrssicherheitsaktion wurde 1956 von der Deutschen Verkehrswacht und dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe ins Leben gerufen. Was zunächst als Beleuchtungsaktion auf Parkplätzen in ausgewählten Städten begann, entwickelte sich zum jährlichen Licht-Test im gesamten Oktober.

Seit 2025 wurde die Aktion zum Licht-Sicht-Test erweitert. Zusätzlich zur Fahrzeugbeleuchtung können teilnehmende Kfz-Meisterbetriebe den allgemeinen Sicherheitszustand des Fahrzeugs überprüfen, etwa Wischerblätter, Reifen und Windschutzscheibe.

Das Ziel ist seit 70 Jahren unverändert: Fahrzeuge sicherer auf die Straße zu bringen und damit die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

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